Berlakovich: Klima- und Energiemodellregionen - Pioniere der Energiezukunft

Wien (OTS) -

  • Start der Förderaktion 2011 - Insgesamt 3 Mio. Euro stehen heuer für Energiemodellregionen zur Verfügung
  • 1,7 Millionen Menschen in 773 Gemeinden sind schon dabei
  • Niki Berlakovich: "Die Modellregionen sind die Vorreiter für ein energieautarkes Österreich"

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In den bisher 66 Modellregionen des Klima- und Energiefonds erproben 1,7 Millionen Menschen in 773 Gemeinden - das sind 20% der österreichischen Bevölkerung - schon heute die Energiezukunft Österreichs. Heuer stehen 1,5 Millionen Euro für neue und erstmals auch 1,5 Millionen Euro für bereits bestehende Klima- und Energiemodellregionen zur Verfügung. Der Klima- und Energiefonds unterstützt Gemeinden Schritt für Schritt dabei ihre Energieselbstversorgung zu steigern - bis hin zur Energieautarkie.

Der Erfolgsmix besteht aus dem systematischen Ausbau Erneuerbarer Energien und der Nutzung gewaltiger Einsparungspotentiale. Die begrenzten Ressourcen, die unberechenbare Situation auf den Rohstoffmärkten sowie die dringend notwendigen Maßnahmen gegen den Klimawandel haben in den letzten Jahren zu einem Umdenken geführt. Die Umstellung auf alternative Energien ist in den Klima- und Energiemodellregionen bereits im Laufen und führt zu einem Umdenken in der Österreichischen Bevölkerung und zu vermehrter Nachfrage an Erneuerbaren Energien. "Mein Ziel ist die Energieautarkie Österreichs. Aktive Gemeinden und Regionen sind Schrittmacher auf diesem Weg und ich unterstütze sie dabei. Investitionen in den Klimaschutz und in Erneuerbare Energien nutzen der Umwelt und der Wirtschaft. Schon heute sind knapp 70.000 Menschen in green jobs im Bereich Erneuerbarer Energien tätig.", so Umweltminister Niki Berlakovich. Die sich daraus ergebende Wertschöpfung bleibt in Österreich und schafft dort Arbeit, wo Erneuerbare Energien gewonnen und auch bezahlt werden: in der eigenen Region.

Pionierleistung für die Energieunabhängigkeit

Seit 2009 initiiert und unterstützt der Klima- und Energiefonds gemeinsam mit dem Lebensministerium den Aufbau von Klima- und Energiemodellregionen. "Heute leben bereits 1,7 Millionen Menschen in den Klima- und Energie-Modellregionen, das sind rund 20 % der österreichischen Bevölkerung. Damit ist der Start einer neuen Bewegung geglückt. Die Regionen haben eine mutige Entscheidung getroffen und machen sich auf den Weg in die Energieunabhängigkeit", sagt Ingmar Höbarth, Geschäftsführer des Klima- und Energiefonds. "Das macht sie zum Vorbild für weitere Regionen in ganz Österreich und in Europa."

Während sich die ersten beiden Ausschreibungen ausschließlich an neu entstehende Modellregionen gerichtet haben, wird das Programm 2011 erstmals auch schon bestehende Modellregionen unterstützen. Diesen ermöglicht die heurige Ausschreibung eine eigene Förderung für Photovoltaik-Anlagen auf gemeindeeigenen Dächern, maximal werden 60 kWp pro Region und maximal 40 kWp pro Anlage mit 1.100 Euro / kWp gefördert. Dies bedeutet einen Fördertopf von 66.000 Euro pro Region. Die Ausschreibung ist ab sofort bis 14.10.2011, 12:00 Uhr geöffnet.

Das Förderprogramm gibt den Anstoß für Projekte, die rasch umgesetzt werden können und viel Aufmerksamkeit auf sich ziehen. Des Weiteren sollen zusätzliche Projekte wie beispielsweise die thermische Sanierung von öffentlichen und betrieblichen Gebäuden, die Errichtung von Biomasseheizwerken oder die Schaffung eines Radwegenetzes u.v.m. mit Hilfe anderer, bestehender Förderungen angegangen werden. Bei allen Maßnahmen steht die Umsetzung und optimale Kombination aller Möglichkeiten im Vordergrund. Zur Erreichung der Ziele wird ein Stufenplan ausgearbeitet, der die Gemeinden step by step zu einer neuen und nachhaltigen Energienutzung hinführt.

Ziel ist es, die Kraft der Sonne, des Windes, aber auch der Biomasse unserer Wälder und Felder nutzbringend und klimaschonend zu mobilisieren. In den Klima- und Energiemodellregionen geht es aber auch um Bewusstseinsbildung. Dadurch wird ein Entwicklungsprozess in Gang gesetzt bei dem lokale Wirtschaft, Politik, Bevölkerung und Interessensvertretungen gemeinsam an einem Strang ziehen und ein neues Identitätsbewusstsein in den Regionen geschaffen wird. Das Programm des Klima- und Energiefonds will letztendlich den Anstoß liefern, unsere Kommunen und Regionen energieautark zu machen.

Energieautarkie-Gipfel in der Österreichischen Nationalbibliothek

Das Förderprogramm Klima- und Energiemodellregionen gibt seit 2 Jahren Starthilfe bei einer österreichweiten, erfolgreichen Bewegung in Richtung Energieautarkie. Gestern und heute kommen erstmals alle RegionsmangerInnen der mittlerweile 66 Klima- und Energiemodellregionen mit nationalen und internationalen Experten zusammen, um sich auszutauschen und neuen Input für weitere Maßnahmen in ihren Regionen zu erhalten. Vertreter von Modellregionen aus Dänemark, der Schweiz und Deutschland stehen erstmals gemeinsam für einen Ideenaustausch zur Verfügung. "Das Netzwerk der Modellregionen wird durch diese Veranstaltung enger geknüpft, die Bewegung gestärkt. Wir müssen uns von fossilen Energieträgern verabschieden. Bei dieser Veranstaltung können sich endlich alle interessierten Gemeinden vernetzen", bekräftigt der Klimafonds-Geschäftsführer.

Präsentationen der RednerInnen und weiterführende Informationen unter: www.klimafonds.gv.at

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