WKS will europaweiten Ausstieg aus der Atomkraft

Gemeinsamer Antrag aller wahlwerbenden Gruppen der WKS im Wirtschaftsparlament

Salzburg (OTS) - Die Wirtschaftskammer Salzburg setzt einen bemerkenswerten Schritt: In einem gemeinsamen Antrag aller wahlwerbenden Gruppen - Wirtschaftsbund, Wirtschaftsliste Salzburg -Haigermoser (RFW), Sozialdemokratischer Wirtschaftsverband, Gemeinsame Liste der Salzburger Industrie, Gemeinsame Liste der Salzburger Banken und Versicherungen sowie die "Grüne Wirtschaft" -tritt die gesetzliche Interessenvertretung der Salzburger Wirtschaft für einen "europaweiten Ausstieg aus der Atomkraft als Technologie der Energieerzeugung" ein. Der Antrag wurde im Rahmen der heutigen Sitzung des Wirtschaftsparlaments einstimmig beschlossen, berichtete WKS-Präsident Julius Schmalz.
"Wirtschaft trägt Verantwortung" hieß das WKS-Leitthema 2009, das seinen Ausdruck unter anderem in der "Salzburger Erklärung" gefunden hat. "Auf Basis dieser von uns abgestrebten Wirtschaftskultur der Verantwortung ist auch der heutige gemeinsame Antrag zur künftigen Ausrichtung der Energiepolitik zu sehen", betonte der Salzburger Wirtschaftskammerpräsident. "Es ist ein Signal für Verantwortung, dass sich die Wirtschaftskammer Salzburg zur Notwendigkeit eines Ausstiegs aus der Atomkraft bekennt. Fukushima hat hier vieles verändert, den Blick geschärft und einen Lernprozess in Gang gesetzt." Vor diesem Hintergrund brauche es eine Erweiterung der energiepolitischen Grundsätze der WKS. "Die WKS tritt daher für einen Ausstieg aus der Atomkraft ein, samt einem beschleunigten Umstieg auf erneuerbare Energiequellen in der Energieversorgung." Klar ist aber auch, dass dieser Ausstieg und Umstieg auch wirtschaftlich verantwortungsvoll ablaufen müsse und unter dem Aspekt eines effizienten Mitteleinsatzes zu sehen sei, betonte Schmalz.
Der Antrag zielt dabei in mehrere Richtungen. In erster Linie müsse auf allen Ebenen die Energieeffizienz gesteigert werden. Ebenso sollten die heimischen erneuerbaren Energien forciert werden. Gefordert seien weiter Maßnahmen zum Ausbau wirtschaftlicher Wachstums- und Zukunftschancen im Bereich Energie- und Umwelttechnik. Die neugefasste energiepolitische Positionierung der WKS hält fest, dass auch die Schaffung leistungsfähiger Netz- und Leitungsstrukturen notwendig ist, um die Versorgungssicherheit sicherzustellen und den Transport und Ausgleich erneuerbarer Energie zu gewährleisten. Nicht zuletzt fordert das Wirtschaftsparlament die Politik auf Landes- und Bundesebene zu einer vernetzten und ressortübergreifenden Zusammenarbeit in der Energiepolitik auf. Nur so können die aktuellen Herausforderungen bewältigt werden.

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