FPÖ: Haider: Spekulations-Desaster der ÖBB klar in Verantwortung des Vorstands

Chaos und Dilettantismus führten zu Verlust von 300 Millionen Euro

Wien (OTS) - "Die verlustträchtigen ÖBB-Spekulationen gehen eindeutig auf die Kappe des damaligen ÖBB-Vorstands und insbesondere des für Finanzen zuständigen Erich Söllinger. Das hat heute der unabhängige Gutachter Dkfm. Günther Robol im Ausschuss bestätigt. Der Versuch, sich an Sachbearbeitern abzuputzen, ist damit gescheitert", erklärt der FPÖ-Nationalratsabgeordnete Roman Haider, Mitglied im Unterausschuss des Rechnungshofausschusses zur Untersuchung der ÖBB-Skandale nach den heutigen Befragungen. "Das Bild, das von den Vorgängen rund um das 600-Millionen-Geschäft mit der Deutschen Bank gezeichnet wurde, ist schlichtweg katastrophal", so Haider.

Zwar sei die Bestätigung des Geschäftes von einer Mitarbeiterin an die Deutsche Bank übermittelt worden, allerdings habe diese keine Abschlussvollmacht gehabt, weshalb die ÖBB natürlich in keiner Weise daran gebunden waren. "Trotzdem hat sich der Vorstand dann - bereits im Wissen, dass es sich um ein völlig anderes Geschäft als das ursprünglich genehmigte handelt - auf Verhandlungen mit der Bank eingelassen und die Veranlagung schließlich ein Jahr später durchgezogen", schildert Haider auf der Basis der Gutachter-Aussagen das Chaos im Unternehmen.

"Wer wem wann welches Email geschickt hat, ist interessant zu wissen, aber relativ unbedeutend für die Verantwortung. Die lag beim Vorstand, der sie allerdings nicht wahrgenommen hat und sich in ein hochriskantes Geschäft gefügt hat, das den ÖBB im Ergebnis einen Verlust von mehr als 300 Millionen Euro beschert hat", fasst Haider zusammen. Dilettantismus sei noch ein höflicher Ausdruck für die Zustände, die das politisch besetzte Management zu vertreten habe. "Dass dann an der Sanierung des Geschäftes auch noch alle möglichen Leute im Politumfeld verdient haben und die Rechnung von den ÖBB und letztlich vom Steuerzahler beglichen wurde, passt ins Bild", so Haider.

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