Cortolezis-Schlager: Bologna Studienarchitektur wird immer besser von der Wirtschaft angenommen

ÖVP-Wissenschaftssprecherin: Öffentlicher Dienst soll Bachelortitel als vollwertigen akademischen Abschluss anerkennen

Wien (OTS/ÖVP-PK) - Durch die neue Bologna-Studienarchitektur
wurde der Grundstein für die internationale Vergleichbarkeit von Hochschulstudien gelegt. "Die Mobilität der Studierenden und der Lehrenden der Hochschulen ist ein wesentliches Hauptanliegen des Bologna-Prozesses und ein immer wichtigerer Bestandteil einer erfolgreichen Biographie. Wissenschaft und Wirtschaft sind an HochschulabsolventInnen interessiert, die sich im internationalen Kontext bewegen können", sagte heute, Dienstag, ÖVP-Wissenschaftssprecherin Mag. Katharina Cortolezis-Schlager anlässlich der Sitzung des Unterausschusses des Wissenschaftsausschusses. In der heutigen Sitzung gab es eine Spezialdebatte zum Thema "Bologna & Studienstruktur (Curricula) und Lehre".

Unter allen Hochschulpartnern besteht ein breiter Konsens, dass niemand zurück in die Zeit vor Bologna möchte. Für eine wissenschaftliche Karriere oder den Einstieg in das Berufsleben ist der Bachelor-Abschluss zur akademischen Basis geworden. "Diese Entwicklung ist erfreulich. Allerdings gibt es noch Umstellungsschwierigkeiten. Hier müssen wir gemeinsam mit den Universitäten und Fachhochschulen weitere Verbesserungen vorantreiben. Bundesministerin Beatrix Karl hat dazu unter dem Motto "Bologna Reloaded" einen wertvollen Prozess gestartet, der kurz vor dem Abschluss steht. Mit dem Prozess zu "Bologna Reloaded" liegen viele Anregungen zur Weiterentwicklung vor", so Cortolezis-Schlager und fügt hinzu: "Es braucht vor allem eine bessere hochschulübergreifende Koordination und mehr Wahlfreiheit bei der Gestaltung der Studien. Eine zu starke Regulierung der Studienpläne kann da oder dort die akademische Freiheit einschränken."

"Ein wesentlicher Grund für die Einführung war die kürzere Studiendauer, die internationale Vergleichbarkeit und der daraus resultierende frühere Berufseinstieg. Durch die gestufte Bologna-Struktur kann Hochschulbildung und Karriere besser miteinander verbunden werden, etwa durch eine Phase der Berufstätigkeit nach dem Bachelor und eines anschließenden Masterstudiums, auch berufsbegleitend. Der Bachelor soll für den Einstieg in das Berufsleben qualifizieren", verwies die ÖVP-Wissenschaftssprecherin auf einen der Grundgedanken des Bologna-Prozesses hin.

Akzeptanz bei Arbeitgebern ist entscheidend für den Erfolg der neuen Studienstruktur

"Nun müssen wir daran arbeiten, den Bachelor-Abschluss zu stärken und seine Akzeptanz bei Arbeitgebern zu steigern. Dies ist entscheidend für den Erfolg der neuen Studienstruktur. Ein großer Teil der österreichischen Wirtschaft hat den neuen Abschluss positiv aufgenommen und in ihr Gehaltssystem integriert", so Cortolezis-Schlager. In diesem Zusammenhang verwies die Abgeordnete auf eine im Jänner 2011 veröffentlichte Befragung der Plattform für berufsbezogene Erwachsenenbildung, wonach 49 Prozent der 500 interviewten Unternehmen den "Bachelor" sehr positiv sehen.

Nun ist Bundesministerin Heinisch-Hosek am Zug, den Bachelortitel endlich im öffentlichen Dienst als akademischen Abschluss anzuerkennen. "Die Bologna-Architektur muss auch im öffentlichen Dienst berücksichtigt und als vollwertiger akademischer Grad verankert werden. Der öffentliche Dienst muss hier seiner Vorbildwirkung gerecht werden", betonte die Nationalratsabgeordnete abschließend in diesem Zusammenhang.
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