LR Ragger: Mit 8-Punkte-Programm Zukunft des LKH- Wolfsberg gesichert

Klagenfurt (OTS) - Landesrat Mag. Christian Ragger hat heute, Dienstag in einer Pressekonferenz folgende Eckpunkte gemeinsam mit Dipl.-Kff Ines Manegold, Vorstand KABEG und Manfred Pichler, Betriebsratsvorsitzender LKH Wolfsberg, für eine Sicherung der Zukunft des LKH Wolfsberg präsentiert:

1. Die Unfallchirurgie bleibt erhalten und wird um einen neuen Schwerpunkt, die orthopädische Rehabilitation, erweitert werden (Übergang aus Althofen).

2. Für die Lymphologie werden verstärkte Werbemaßnahmen durchgeführt. Es handelt sich dabei um ein erstklassiges medizinisches Angebot, über das besonders einweisende niedergelassene Ärzte vermehrt informiert werden müssen. Die
Akutstation der Lymphologie muss ebenfalls gestärkt werden, wobei eine Erweiterung ihres Leistungsspektrums um die Adipositaschirurgie geprüft wird.

3. Das LKH Wolfsberg benötigt ein internistisches und chirurgisches Angebot, um seinem Auftrag der regionalen Versorgung gerecht werden zu können. Das bestehende Leistungsprofil sollte gemäß dieser Vorgabe modelliert werden. Es muss in diesen Fachgebieten eine nachhaltige Struktur gegeben sein.

4. Die Orthopädie (Reha) muss in enger Kooperation mit jener in Klagenfurt geführt werden. Die konkrete Aufgabenteilung sollte in deren Rahmen erarbeitet werden.

5. Eine Umstrukturierung des Hauses für chronisch Kranke ist erforderlich. Der Schwerpunkt muss auf der Versorgung von Patienten mit hohen Pflegestufen liegen.

6. Die gynäkologische Versorgung bleibt gewährleistet.

7. Der Masterplan für den sinnvollen Ausbau des LKH Wolfsberg muss innerhalb der KABEG höchste Priorität genießen. Diese sollte noch im ersten Halbjahr 2011 einen verbindlichen Investitionsplan für den Zeitraum 2012 bis 2014 vorlegen.

8. Die Belegschaft braucht Sicherheit. Es wird keine betriebsbedingten Kündigungen geben.

Für Ragger als Sozialreferenten geht es auch um eine Verzahnung zwischen der Krankenhaus- und Sozialpolitik. "Wir müssen uns im Lavanttal rechtzeitig auf die Veränderungen in der Bevölkerungsstruktur einstellen. Da stehen uns große Herausforderungen bevor, weil die Zahl der über 75jährigen massiv steigen wird. Für diesen Bedarf müssen wir vorausschauend die entsprechenden Gesundheits- Vorsorge- und Rehabilitationsangebote schaffen", erklärt Ragger.

KABEG-Vorstandsvorsitzende Ines Manegold erläuterte die Grundsätze für das LKH Wolfsberg 2020. "Wir werden bis 2014 rund 20 Millionen Euro in seinen Ausbau investieren. Das Haus muss zusammenrücken, so großzügige Bauflächen wie in der Vergangenheit wird es nicht mehr geben. Neue Bauteile werden bestehende sinnvoll miteinander verbinden. Wir brauchen ein Spital der kurzen Wege für die Mitarbeiter."

Weiters kündigte Manegold an, dass das LKH Wolfsberg ein neues Leistungssegment bekommt. Die orthopädische Rehabilitation wird hier angesiedelt. "Bisher hat die KABEG diese Leistung im Rahmen eines Angliederungsvertrages nach Althofen ausgelagert. Dieser läuft aus. Die KABEG schaut in ihrem eigenen Bereich, was sie selbst erledigen kann." Die Physiotherapie in Wolfsberg habe bereits einen hohen Standard und dieser werde ausgebaut. Hier entstünden laut Manegold zukünftig neue Jobchancen für Therapeuten.

Manegold erwähnte auch eine wichtige Personalie: Im nächsten Jahr müsse die größte Abteilung des Hauses, die jährlich über 6.000 Patienten versorgt, die Interne, neu besetzt werden. Der Nachfolger des erfolgreichen Primarii Dr. Werner Fortunat, der in Pension geht, sollte laut Manegold im Hinblick auf die Bevölkerungsentwicklung auch das neurologische Spektrum abdecken. (Schluss)

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