Regner bei Diskussionsveranstaltung "Arbeitswelten im Umbruch": Österreich auf Arbeitsmarktöffnung gut vorbereitet

Wachsames Auge auf weitere Entwicklungen in der EU halten

Wien (OTS/SK) - "Österreich ist auf die Arbeitsmarktöffnung sehr gut vorbereitet. Trotz allem heißt es, ein wachsames Auge auf die weiteren Entwicklungen in der Europäischen Union zu halten", so die SPÖ-EU-Abgeordnete Evelyn Regner gestern, Montag, im Rahmen der Podiumsdiskussion "Arbeitswelten im Umbruch", einer Veranstaltung des IGR (Initiative Zukunft im Grenzraum) im Burgenland. Regner verweist in diesem Zusammenhang auf die politischen Debatten hinsichtlich der Entsenderichtlinie, der Saisonarbeiterrichtlinie und der Richtlinie zu den konzerninternen Entsendungen. ****

"Dass sich Österreich für die Inanspruchnahme der Übergangsfristen entschieden hat, war richtig. So ist es gelungen, den heimischen Arbeitsmarkt zu rüsten und zu verhindern, dass Lohn- und Sozialdumping Einzug halten", unterstrich die EU-Abgeordnete, die anmerkte, dass vor allem die vor kurzem gefassten Gesetzesbeschlüsse hinsichtlich Lohn- und Sozialdumping beispielgebend für Europa sind. Wichtig sei nun, dass die Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer über die gesetzlichen Bestimmungen bestens informiert werden. "Als besondere Zielgruppe für Informationskampagnen sind vor allem jene Menschen zu berücksichtigen, die als Grenzgänger ihre Beschäftigung in Österreich neu aufnehmen", sagte Regner. Doch nicht nur die Arbeitnehmer, sondern auch die Wirtschaftstreibenden würden Aufklärung über die Änderungen, die der 1. Mai mit sich gebracht hat, benötigen. Eine Studie unter österreichischen Unternehmern habe gezeigt, dass sich nur 37 Prozent ausreichend informiert fühlen.

In ihrem Diskussionsbeitrag lobte Regner auch die Initiative IGR, ein Projekt des ÖGB Burgenland und der westungarischen Gewerkschaft MSZOSZ. Durch die Projektmaßnahmen soll ein Beitrag zur positiven, integrativen und reibungslosen Gestaltung, sowie zur zielgerichteten, effizienten Entwicklung des Arbeitsmarktes in der Grenzregion Burgenland - Westungarn geleistet werden. "Die Initiative zeigt, wie eine Grenzregion zusammenwachsen kann. Ein gemeinsamer Arbeitsmarkt kann nur funktionieren, wenn gegenseitiges Vertrauen gegeben ist", so Regner. Mit der Initiative IGR habe man eine Anlaufstelle geschaffen, die dazu beiträgt, Unsicherheiten der Arbeitnehmer zu minimieren und das Vertrauen auf beiden Seiten der Grenze zu erhöhen. (Schluss) bj/mp

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