RFS: Raus aus Bologna statt Werbekampagne für Bachelor-Anerkennung!

FPÖ-Wissenschaftssprecher Graf: Dreigliederung des Studiums schafft Probleme an allen Ecken und Enden

Wien (OTS) - "Die Anerkennung des Bachelor-Abschlusses durch die Wirtschaft lässt sich nicht erzwingen. Die entsprechende Initiative der ÖVP-Aktionsgemeinschaft ist an Naivität kaum zu übertreffen", erklärt Oskar Polak, Spitzenkandidat des Rings Freiheitlicher Studenten (RFS) für die ÖH-Wahl. Es wäre zwar fair, wenn der Staat, dessen Regierung die Umsetzung des Bologna-Prinzips in allen Studien mit großer Entschlossenheit durchdrückt, dies auch im Öffentlichen Dienst honorieren würde, dies von der nach marktwirtschaftlichen Kriterien funktionierenden Wirtschaft zu verlangen, sei jedoch abenteuerlich, argumentiert Polak. Die Konsequenz aus der fehlenden Akzeptanz könne daher nur lauten: "Raus aus Bologna! Dieses Prinzip hinterlässt zigtausende Akademiker, die am Arbeitsmarkt nicht nachgefragt werden."

Unterstützung kommt von FPÖ-Wissenschaftssprecher NAbg. Martin Graf, der im Rahmen des 12-Punkte-Plans für Österreichs Universitäten seit mehr als einem Jahr eine Evaluierung des Bologna-Prinzips und zumindest einen Teilausstieg fordert: "Trotz Bologna ist die angestrebte Mobilität der Studenten kaum noch möglich, weil die Studienpläne zu stark divergieren. Durch die mit dem dreigliedrigen Studium meist einhergehende Verschulung der Unis wird auch der Platz immer knapper, was die Regierung phantasielos mit immer mehr Zugangsbeschränkungen bekämpft." Die ehrliche Erkenntnis wäre, dass Bologna mit unserer universitären Tradition schlecht vereinbar ist und der Fehler der kompromisslosen Umsetzung daher dringend behoben gehört, erklärt Graf. Durch die UG-Novelle 2009 habe der Gesetzgeber die Umsetzung vorgeschrieben und damit in die Autonomie der Universitäten eingegriffen.

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