FP-Frank: Wiener Wohnen gefährdet Garagenmieter - Sanierung dringend erforderlich

Gutachten bestätigt Gefährdung von Personen und Sachwerten

Wien (OTS/fpd) - Im Zuge einer Untersuchung des Wiener
Kontrollamts bezüglich Parkdecks von Wiener Wohnen wurde festgestellt, dass "regelmäßige Überprüfungen und Instandhaltungsarbeiten an den Bauwerken nicht mit der nötigen Sorgfalt vorgenommen wurden. Bei den Begehungen einiger Parkdecks zeigte sich ein sanierungsbedürftiger Zustand der Bauwerke." Dies sei insbesondere deswegen ein unglaublicher Skandal, weil sich herausstellte, dass bei einigen Objekten weder die Standsicherheit noch die Gebrauchstauglichkeit gewährleistet werden kann und dies nicht erst seit gestern, kritisiert heute die Wohnbausprecherin der FPÖ-Wien, LAbg. Henriette Frank den höchst bedenklichen Zustand mancher Garagen.

Wiener Wohnen verwaltet derzeit in 917 Objekten insgesamt etwas mehr als 47.000 Stellplätze. Als Stichproben für die Kontrollamtsprüfung wurden sechs Parkdecks ausgewählt. Aus dem Bericht geht hervor, dass erhebliche Mängel in jeglicher Hinsicht bereits in den Jahren 2005 und 2006 durch Sachverständige festgestellt, von Wiener Wohnen aber offensichtlich nicht ausreichend ernst genommen wurden. Die Liste der Problemmeldungen ist daher eine lange. An vielen Stellen wies der Beton großflächige Abplatzungen, Risse - zum Teil über die gesamte Geschoßhöhe - und Ausbrüche sowie Ausblühungen in Form von flächiger Weißfärbung bis hin zu Stalaktitenbildungen auf, wodurch von keiner ausreichenden Tragfähigkeit ausgegangen werden muss. Dazu kommen massiv überschrittene Grenzwerte für den Chloridgehalt des Betons. Einige Bewehrungsstäbe waren durch chloridbedingten Lochfraß bereits vollständig abkorrodiert. Vereinzelt wurden auch Anhebungen der Deckenoberflächen festgestellt.

Durch abgelöste Brüstungen und Setzungsdifferenzen besteht weiteres sogar Verletzungs- und Stolpergefahr. Bei einem Objekt entsprechen die Absturzsicherungen in Form von Geländern mangels ausreichender Höhe bzw. Füllung zum überwiegenden Teil weder den geltenden Vorschriften noch haben sie diesen zum Zeitpunkt des Baus entsprochen. Trotz durch Gutachter zum Teil bereits 2005 festgestellter Gefährdung von Personen und Sachwerten sowie Dringlichkeit einer Sanierung der Objekte, wurde diese von Wiener Wohnen seit 2005 nicht bzw. kaum veranlasst. "Offensichtlich wird hier kein Bedarf für Sofortmaßnahmen gesehen. Dies stellt einen Skandal der Sonderklasse dar, denn Wiener Wohnen nimmt allem Anschein nach lieber eine erhebliche Verletzungsgefahr ihrer Mieter in Kauf statt zu handeln. Dieses "Nichthandeln", um zu sparen ging jedenfalls nach hinten los, denn bei einigen Objekten wurde einzig der Neubau als sinnvoll erachtet", kritisiert Frank diesen Skandal. (Schluss)hn

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