EANS-Zwischenmitteilung: Süd-Chemie AG / Zwischenmitteilung

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Zwischenmitteilung 1. Quartal 2011

Süd-Chemie Konzern startet 2011 erfolgreich

- Profitabler Geschäftsausbau:
Umsatz +21 Prozent, EBIT +38 Prozent

- Bestätigung des positiven Ausblicks für das Gesamtjahr 2011

Geschäftsverlauf im 1. Quartal 2011

Gesamtwirtschaftliche Rahmenentwicklung

Die Weltwirtschaft befand sich Anfang des Jahres 2011 wieder auf einem ansteigenden Wachstumspfad. Von der konjunkturellen Verlangsamung Ende des vergangenen Geschäftsjahres 2010 hat sich die Weltkonjunktur - einmal mehr angetrieben von dem Wachstum in den asiatischen Schwellenländern - rascher erholt als erwartet. Vor allem das Auslaufen der Konjunkturprogramme, die inzwischen wieder aufgefüllten Lagerkapazitäten sowie der Preisanstieg im Rohstoff- und Lebensmittelsektor hatten zum Jahresende 2010 in vielen Ländern die Güternachfrage noch leicht gedämpft. Im Zuge der weltwirtschaftlichen Erholung hat sich auch der Welthandel stabilisiert und konnte in den ersten drei Monaten des Jahres 2011 expandieren.

Die insgesamt positive wirtschaftliche Entwicklung verläuft in den einzelnen Regionen der Welt unterschiedlich. Während die Schwellenländer, vor allem in Asien und Südamerika, ihr dynamisches Wachstum auch im ersten Quartal 2011 fortsetzten, stieg die Wirtschaftsleistung in den Industrieländern deutlich langsamer. China, Indien, Südkorea und Indonesien profitieren immer noch von dem Investitionsboom; neben der stabilen und seit Anfang des Jahres wachsenden Nachfrage steuerte die in diesen Ländern implementierte expansive Geld- und Fiskalpolitik zum Aufschwung der weltweiten Wirtschaft bei. Auch Russland und Brasilien entwickeln sich im Vergleich zum Vorjahr mit mehr Dynamik.

Die europäische Volkswirtschaft wird vor allem von den vergleichsweise hohen Wachstumsraten in Deutschland gestützt, sodass die schwache wirtschaftliche Entwicklung der überschuldeten europäischen Staaten überkompensiert wird. Das Wirtschaftswachstum in Deutschland stützt sich neben der starken Exportwirtschaft nun auch verstärkt auf die Binnennachfrage. Angesichts der auf mittlere Sicht wieder durchschnittlich ausgelasteten Kapazitäten, dem anhaltenden Beschäftigungsaufbau und der zunehmenden Stärkung der Binnenkräfte ist das Wachstum in Deutschland inzwischen ausgewogen.

Die Wirtschaft der USA wuchs am Jahresanfang überraschend deutlich, was auf den steigenden privaten Konsum und die Exportwirtschaft zurückzuführen ist. Die gegenwärtigen Belastungen durch die Erdbeben- und Tsunamikatastrophe sowie durch die Reaktorbrände auf die japanische Volkswirtschaft im ersten Quartal 2011 sind noch nicht abzusehen. Die Ereignisse in Japan dürften zu Produktionsengpässen und Lieferschwierigkeiten vor allem in den betroffenen Regionen führen, die die eng vernetzte Volkswirtschaft Japans schwer belasten könnten. Zum jetzigen Zeitpunkt sind daraus große Bremswirkungen für die Weltwirtschaft jedoch nicht zu erwarten.

Die Weltchemieproduktion hat sich im ersten Quartal 2011 weitgehend im Gleichklang mit der Weltwirtschaft positiv entwickelt, wenn auch - wie erwartet - mit einer im Vergleich zu 2010 abgeschwächten Dynamik.

Weiterentwicklung der Organisationsstruktur

Zum 1. Januar 2011 gliederten wir den Geschäftsbereich Wasserbehandlung mit ehemals zwei Industriegruppen in folgende drei Industriegruppen: Industrielle Wasserbehandlung, Trinkwasserbehandlung und Spezialanwendungen sowie Kommunale Abwasserbehandlung. Durch die Umstrukturierung können wir uns noch stärker als bisher auf die unterschiedlichen Kundenbedürfnisse konzentrieren und damit die heterogenen Märkte besser bedienen.

Im Zuge der Bildung des globalen Joint Venture ASK Chemicals mit Hauptsitz in Hilden Ende 2010 vereinbarten wir mit Ashland Inc., Covington/USA, den Erwerb ihres 50-prozentigen Anteils an dem 1992 gebildeten Gemeinschaftsunternehmen Exaloid Süd-Chemie, S.L., Arceniega/Spanien. Das Closing erfolgte Ende des ersten Quartals 2011, sodass wir nun alle Anteile an dem spanischen Unternehmen halten. Exaloid stellt für Gießereien Bentonite und Glanzkohlenstoffbildner zur Stabilisierung von grünsandbasierten Gussformen her. Durch die Integration der Exaloid-Aktivitäten in den Bentonitverbund der Süd-Chemie España, S.L., Yuncos, können wir unsere bentonitbasierten Produkte - vom Rohstoff bis zum kundenspezifischen Endprodukt -und entsprechende Serviceleistungen noch gezielter auf die Wünsche unserer spanischen Gießereikunden ausrichten; außerdem stärken wir dadurch unsere weltweite Marktposition in der Grünsandtechnologie. Nach wie vor führen wir das Exaloid-Geschäft in der Industriegruppe Gießereiadditive des Geschäftsbereichs Adsorbentien und Additive.

UNTERNEHMENS- UND GESCHÄFTSBEREICHE (31. März 2011):

Adsorbentien Katalysatoren Adsorbentien und Additive Katalysatoren-Technologie Gießereiprodukte und Spezialharze Energie und Umwelt Schutzverpackungen Wasserbehandlung Geschäftsverlauf Süd-Chemie Konzern

Das Wachstum auf den Weltchemiemärkten wirkte sich insgesamt positiv auf die Geschäftsentwicklung des Süd-Chemie Konzerns im ersten Quartal 2011 aus. Im Zuge der weiteren weltwirtschaftlichen Erholung waren unsere Produkte und Dienstleistungen in nahezu allen Bereichen gefragt. Dies zeigt die Umsatzentwicklung in den ersten drei Monaten des Jahres deutlich: Im Vergleich zum ersten Quartal 2010 stieg der Konzernumsatz um 20,6 Prozent beziehungsweise 54,4 Mio. Euro auf 318,7 Mio. Euro. Dabei wirkten sich Währungseffekte mit 8,2 Mio. Euro positiv auf den Umsatz im Berichtszeitraum aus.

KENNZAHLEN SÜD-CHEMIE KONZERN |Mio. Euro |1. Quartal |2010 |1. Quartal |2009 | | |2011 | |2010 | | |Umsatz |318,7 |1.225,0 |264,3 |1.072,3 | |EBITDA1) |36,5 |206,1 |29,8 |157,5 | |EBIT2) |20,3 |139,7 |14,7 |96,5 | |Mitarbeiter am|6.410 |6.355 |6.490 |6.522 | |Periodenende | | | | |

1) Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen
2) Ergebnis vor Zinsen und Steuern (Ergebnis der betrieblichen Tätigkeit)

Das Ergebnis der betrieblichen Tätigkeit (EBIT) stieg im Vergleich zum Vorjahresquartal um 5,6 Mio. Euro beziehungsweise 38,1 Prozent auf 20,3 Mio. Euro. Hierbei ist jedoch zu berücksichtigen, dass das EBIT einen Sonderertrag in Höhe von 2,8 Mio. Euro aus dem Erwerb von 50 Prozent an dem 1992 mit Ashland Inc., Covington/USA, gebildeten Gemeinschaftsunternehmen Exaloid Süd-Chemie, S.L., Arceniega/Spanien, enthält. Das um diesen Sonderertrag bereinigte EBIT im ersten Quartal 2011 beträgt 17,5 Mio. Euro, ein Plus von 19,0 Prozent im Vergleich zum Vorjahresquartal.

Ergebnisbelastend wirkten sich gestiegene Rohstoffpreise aus, die nur sukzessive an die Kunden weitergegeben werden können. Das Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (EBITDA) verbesserte sich im ersten Quartal 2011 im Vergleich zum Vorjahreszeitraum um 22,5 Prozent auf 36,5 Mio. Euro. Der Süd-Chemie Konzern beschäftigte am 31. März 2010 insgesamt 6.410 Mitarbeiter, 55 mehr als zum Bilanzstichtag 2010.

Geschäftsbereich Adsorbentien und Additive

Der Geschäftsbereich Adsorbentien und Additive setzt sich aus den fünf Industriegruppen Lebensmittel- und Futtermitteladditive, Gießereiadditive, Waschmittel-, Papier- und Spezialadditive, Spezialtiefbau sowie Kunststoffadditive zusammen.

KENNZAHLEN GESCHÄFTsbereich Adsorbentien UND ADDITIVE |Mio. Euro |1. Quartal |2010 |1. Quartal |2009 | | |2011 | |2010 | | |Umsatz |78,6 |302,7 |70,7 |238,7 | |EBITDA1) |12,3 |49,3 |11,8 |34,8 | |EBIT2) |8,9 |35,4 |8,5 |24,0 | |Mitarbeiter am|1.741 |1.691 |1.698 |1.649 | |Periodenende | | | | |

1) Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen
2) Ergebnis vor Zinsen und Steuern (Ergebnis der betrieblichen Tätigkeit)

In den ersten drei Monaten 2011 erzielte der Geschäftsbereich einen Umsatz von 78,6 Mio. Euro; dieser liegt um 7,9 Mio. Euro oder 11,2 Prozent über dem Vergleichswert des Vorjahresquartals. Der Umsatzzuwachs ist im Wesentlichen auf das gute Geschäft in Asien zurückzuführen. Während die Geschäfte mit Gießereiadditiven und Baubentonite sich weiterhin gut entwickelten, stagnierte das Bleicherdegeschäft im Vergleich zum Vorjahresquartal. Das Ergebnis vor Zinsen und Steuern (EBIT) stieg im Vergleich zum Vorjahreszeitraum leicht um 0,4 Mio. Euro oder 4,7 Prozent auf 8,9 Mio. Euro. Das Ergebniswachstum resultiert insbesondere aus dem konjunkturbedingten Anstieg des Geschäftsvolumens und der entsprechend höheren Anlagenauslastung. Belastet wurde das Ergebnis von höheren, noch nicht vollständig an die Kunden weitergegebenen Rohmaterialkosten, die insbesondere in den Bereichen Kunststoffadditive und Lebensmittel- und Futtermitteladditive anfielen, und höheren Energiekosten. Der Geschäftsbereich hatte am 31. März 2011 insgesamt 1.741 Mitarbeiter, 50 mehr als zum Bilanzstichtag 2010. Der Anstieg ist im Wesentlichen auf die vollständige Übernahme der Exaloid Süd-Chemie, S.L., Arceniega/Spanien, zurückzuführen.

Geschäftsbereich Gießereiprodukte und Spezialharze

Der Geschäftsbereich Gießereiprodukte und Spezialharze gliedert sich in die zwei Industriegruppen Gießereiprodukte sowie Spezialharze. Seit dem 30. November 2010 entspricht der Geschäftsbereich dem 50-prozentigen Anteil der Süd-Chemie an der ASK Chemicals GmbH, Hilden, unserem weltweiten Joint Venture mit der Ashland Inc., Covington/USA.

KENNZAHLEN GESCHÄFTsbereich GIEßEREIPRODUKTE UND SPEZIALHARZE |Mio. Euro |1. Quartal |2010 |1. Quartal |2009 | | |2011 | |2010 | | |Umsatz |76,1 |207,2 |48,1 |162,8 | |EBITDA1) |5,6 |10,6 |3,8 |8,7 | |EBIT2) |3,8 |3,8 |2,1 |1,9 | |Mitarbeiter am|685 |677 |816 |823 | |Periodenende | | | | |

1) Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen
2) Ergebnis vor Zinsen und Steuern (Ergebnis der betrieblichen Tätigkeit)

Das Geschäft mit Gießereichemikalien profitierte im ersten Quartal 2011 von der kräftig gestiegenen Nachfrage von Gießereien, die in erster Linie von der Automobilindustrie getragen wird. Entsprechend steigerte der Geschäftsbereich beziehungsweise das am Jahresende 2010 neugebildete Joint Venture ASK Chemicals in den ersten drei Monaten 2011 den Umsatz im Vergleich zu dem krisenbedingt noch schwachen Vorjahresquartal um 28,0 Mio. Euro oder 58,2 Prozent auf 76,1 Mio. Euro. Das Ergebnis der betrieblichen Tätigkeit (EBIT) legte zum Vorjahreszeitraum um 1,7 Mio. Euro auf 3,8 Mio. Euro zu. Stark steigende Rohstoffpreise, die noch nicht vollständig an Kunden weitergegeben werden konnten, verhinderten eine noch bessere Ergebnisentwicklung. Im Geschäftsbereich Gießereiprodukte und Spezialharze waren zum Quartalsende 685 Mitarbeiter beschäftigt und damit 8 mehr als am Jahresende 2010.

Geschäftsbereich Schutzverpackungen

Der Geschäftsbereich Schutzverpackungen besteht aus den beiden Industriegruppen Pharmazie und Diagnostik sowie Elektronik und Logistik.

KENNZAHLEN GESCHÄFTsbereich SCHUTZVERPACKUNGEN |Mio. Euro |1. Quartal |2010 |1. Quartal |2009 | | |2011 | |2010 | | |Umsatz |32,3 |127,3 |30,6 |126,3 | |EBITDA1) |6,9 |23,6 |6,1 |23,3 | |EBIT2) |5,4 |13,5 |4,5 |15,0 | |Mitarbeiter am|628 |632 |637 |682 | |Periodenende | | | | |

1) Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen
2) Ergebnis vor Zinsen und Steuern (Ergebnis der betrieblichen Tätigkeit)

In den ersten drei Monaten 2011 setzte der Geschäftsbereich sein profitable Umsatzwachstum fort, allerdings mit einer im Vergleich zum Vorjahr etwas abgeschwächten Dynamik. Der Umsatz stieg um 1,7 Mio. Euro oder 5,6 Prozent auf 32,3 Mio. Euro. Die Geschäfte beider Industriegruppen entwickelten sich positiv, allerdings trug vor allem das Geschäft mit Pharmaschutzverpackungen in Europa und den USA zu diesem Anstieg bei. Das Ergebnis der betrieblichen Tätigkeit (EBIT) stieg im ersten Quartal überproportional zum Umsatz und legte um 0,9 Mio. Euro oder 20,0 Prozent auf 5,4 Mio. Euro zu. Gründe hierfür waren neben der gestiegenen Kapazitätsauslastung der Fertigungsanlagen Einsparungen im administrativen Bereich. Der Geschäftsbereich beschäftigte am 31. März 2011 insgesamt 628 Mitarbeiter, 4 weniger als zum Bilanzstichtag 2010.

Geschäftsbereich Wasserbehandlung

Der Geschäftsbereich Wasserbehandlung setzt sich zusammen aus den drei Industriegruppen Industrielle Wasserbehandlung, Trinkwasserbehandlung und Spezialanwendungen sowie Kommunale Abwasserbehandlung.

KENNZAHLEN GESCHÄFTsbereich WASSERBEHANDLUNG |Mio. Euro |1. Quartal |2010 |1. Quartal |2009 | | |2011 | |2010 | | |Umsatz |23,1 |84,1 |19,4 |67,6 | |EBITDA1) |3,2 |13,3 |3,2 |8,9 | |EBIT2) |2,9 |11,9 |2,9 |7,8 | |Mitarbeiter am|305 |301 |304 |307 | |Periodenende | | | | |

1) Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen
2) Ergebnis vor Zinsen und Steuern (Ergebnis der betrieblichen Tätigkeit)

Der Geschäftsbereich setzt seinen organischen Wachstumskurs auch 2011 fort. In den ersten drei Monaten des Geschäftsjahres 2011 stieg der Umsatz aufgrund der guten Marktposition in unseren Kernmärkten und der hohen Nachfrage im Zuge der robusten Konjunktur um 3,7 Mio. Euro beziehungsweise 19,1 Prozent auf 23,1 Mio. Euro. Das Ergebnis vor Zinsen und Steuern (EBIT) blieb im Vergleich zum Vorjahresquartal konstant und lag bei 2,9 Mio. Euro. Steigende Rohstoff- und Transportkosten, die erst sukzessive in vollem Umfang an die Kunden weitergegeben werden können, belasteten das Ergebnis ebenso wie ein margenschwächerer Produktmix und ein zuletzt deutlich intensiverer Wettbewerb in Brasilien. Zum Ende des ersten Quartals waren 305 Mitarbeiter in dem Geschäftsbereich beschäftigt, 4 mehr als am 31. Dezember 2010.

Geschäftsbereich Katalysatoren-Technologie

Der Geschäftsbereich Katalysatoren-Technologie umfasst die vier Industriegruppen Chemie, Petrochemie, Raffinerie und Olefin-Polymerisation.

KENNZAHLEN GESCHÄFTsbereich KATALYSATOREN-TECHNOLOGIE |Mio. Euro |1. Quartal |2010 |1. Quartal |2009 | | |2011 | |2010 | | |Umsatz |89,9 |443,8 |84,5 |441,2 | |EBITDA1) |13,2 |99,5 |16,5 |112,1 | |EBIT2) |6,3 |73,5 |10,2 |85,4 | |Mitarbeiter am|2.376 |2.389 |2.411 |2.420 | |Periodenende | | | | |

1) Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen
2) Ergebnis vor Zinsen und Steuern (Ergebnis der betrieblichen Tätigkeit)

Der Geschäftsbereich Katalysatoren-Technologie startete gut in das Jahr 2011, jedoch verschoben sich einige profitable Aufträge in das zweite Quartal 2011. Insgesamt erzielte der Geschäftsbereich in den ersten drei Monaten des laufenden Jahres einen Umsatz in Höhe von 89,9 Mio. Euro; im Vergleich zur Vorjahresperiode ist das eine Zunahme um 5,4 Mio. Euro beziehungsweise 6,4 Prozent; dieser Zuwachs ist auf das gute Geschäft in Deutschland, den USA und in Asien zurückzuführen. Demgegenüber konnte der Geschäftsbereich mit 6,3 Mio. Euro das Ergebnis der betrieblichen Tätigkeit (EBIT) des Vorjahresquartals in Höhe von 10,3 Mio. Euro nicht erreichen. Die deutlich gestiegenen Rohstoffpreise konnten nur in Teilbereichen an die Kunden weitergegeben werden. Ebenso belastete eine temporäre Unterauslastung der Kapazitäten das Ergebnis im ersten Quartal 2011. Der im Vergleich zum Vorjahreszeitraum kräftig gestiegene Auftragsbestand wird im weiteren Jahresverlauf die Ergebnissituation des Geschäftsbereichs nachhaltig verbessern. Am 31. März 2011 waren im Geschäftsbereich Katalysatoren-Technologie insgesamt 2.376 Mitarbeiter beschäftigt, 13 weniger als zum Bilanzstichtag 2010.

Geschäftsbereich Energie und Umwelt

Der Geschäftsbereich Energie und Umwelt gliedert sich in die drei Industriegruppen Luftreinigung, Brennstoffzellen-Technologie und Batteriematerialien.

KENNZAHLEN GESCHÄFTsbereich ENERGIE UND UMWELT |Mio. Euro |1. Quartal |2010 |1. Quartal |2009 | | |2011 | |2010 | | |Umsatz |18,7 |59,9 |11,0 |35,7 | |EBITDA1) |-0,4 |-8,2 |-2,2 |-12,5 | |EBIT2) |-1,5 |-11,8 |-3,0 |-15,9 | |Mitarbeiter am|248 |232 |218 |212 | |Periodenende | | | | |

1) Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen
2) Ergebnis vor Zinsen und Steuern (Ergebnis der betrieblichen Tätigkeit)

Die positive Entwicklung des Geschäftsbereichs Energie und Umwelt setzte sich im ersten Quartal 2011 fort. Im Zuge der weltweiten wirtschaftlichen Erholung legte das Geschäft stark zu. So stieg der Umsatz des Geschäftsbereichs in den ersten drei Monaten 2011 gegenüber dem Vorjahreszeitraum um 7,7 Mio. Euro oder 70,0 Prozent auf 18,7 Mio. Euro. Getragen wurde das Wachstum vor allem durch das Geschäft mit industriellen Abluft- und Abgaskatalysatoren; aber auch die Industriegruppe Batteriematerialien trug zum Geschäftsausbau bei. Positiv entwickelte sich auch das Ergebnis der betrieblichen Tätigkeit (EBIT) im ersten Quartal 2011: Es beträgt nunmehr -1,5 Mio. Euro, das entspricht einer Verbesserung um 1,5 Mio. Euro. Die Ergebnisverbesserung ist insbesondere zurückzuführen auf die gute Geschäftsentwicklung der Industriegruppe Abluftreinigung. Allerdings ist das Ergebnis weiterhin belastet von den geplanten Anlaufverlusten in unserem Zukunftsgeschäft mit Batteriematerialien, das nach wie vor startup-Charakter hat. Zum 31. März 2011 arbeiteten im Geschäftsbereich 248 Mitarbeiter, 16 mehr als Ende 2010.

Zentralfunktionen

Die zentralen Konzernfunktionen der Süd-Chemie AG zur effizienten Steuerung des Süd-Chemie Konzerns und seiner zahlreichen Tochter- und Beteiligungsunternehmen im In- und Ausland sind in den Zentralfunktionen zusammengefasst; in ihnen sind auch die bei Tochtergesellschaften vorhandenen, den dortigen operativen Geschäftsbereichen nicht direkt zuordenbaren Funktionen abgebildet. Unter den Zentralfunktionen werden neben den Kosten des Konzernmanagements einschließlich zentraler Dienstleistungen auch die Kosten für die zentrale strategische Forschung und Entwicklung erfasst.

KENNZAHLEN ZENTRALFUNKTIONEN |Mio. Euro |1. Quartal |2010 |1. Quartal |2009 | | |2011 | |2010 | | |EBITDA1) |-4,3 |18,0 |-9,4 |-17,8 | |EBIT2) |-5,5 |13,4 |-10,5 |-21,7 | |Mitarbeiter am|427 |433 |406 |429 | |Periodenende | | | | |

1) Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen
2) Ergebnis vor Zinsen und Steuern (Ergebnis der betrieblichen Tätigkeit)

Die Kosten der Zentralfunktionen beliefen sich in den ersten drei Monaten 2011 auf 5,5 Mio. Euro. Der deutliche Kostenrückgang gegenüber dem Vorjahresquartal um 5,0 Mio. Euro resultiert neben geringeren Aufwendungen bei den Zentralfunktionen vor allem aus dem einmaligen Sonderertrag in Höhe von 2,8 Mio. Euro im Zusammenhang mit der Übernahme des 50-prozentigen Anteils an dem 1992 gebildeten Gemeinschaftsunternehmen Exaloid Süd-Chemie, S.L., Arceniega/Spanien. Am 31. März 2011 waren in den Zentralfunktionen 427 Mitarbeiter beschäftigt, davon 294 bei der Süd-Chemie AG (einschließlich 48 Auszubildender) und 133 bei den Konzerngesellschaften; gegenüber dem 31. Dezember 2010 sank die Zahl der Zentralfunktionsmitarbeiter damit um 6.

Aktienkursentwicklung Süd-Chemie AG

BASISDATEN DER AKTIE DER SÜD-CHEMIE AG (31. März 2011)

Aktiengattung: Stückaktien Anzahl der Aktien: 11.840.000 Grundkapital (Euro): 30.300.000 Wertpapierkennnummer (WKN): 729 200 ISIN: DE 000 729 200 5 Börsenplatz/-segment: München und Berlin/Regulierter Markt Xetra und Frankfurt am Main/Freiverkehr Mit einem Kurs von 123,00 Euro in das Jahr gestartet, schloss unsere Aktie am

31. März 2011 mit 123,50 Euro - ein Plus von 0,4 Prozent. Das Handelsvolumen lag von Januar bis März 2011 mit 83.963 gehandelten Aktien an den Börsen München und Frankfurt am Main um ein Vielfaches über dem Vergleichswert des Vorjahres von nur 6.926 Stück. Für die Süd-Chemie Aktie ergibt sich somit ein vergleichsweise hohes Handelsvolumen von durchschnittlich 1.312 Aktien pro Handelstag im ersten Quartal 2011. Die unter anderem von den Nachrichtenagenturen Bloomberg und Reuters veröffentlichten Meldungen zum geplanten Verkauf der Aktienanteile der SC-Beteiligungsgesellschaft mbH (One Equity Partners) beflügelten hierbei vermutlich das Kapitalmarktinteresse und trugen zum hohen Handelsvolumen der Süd-Chemie Aktie bei.

Zu Jahresbeginn 2011 startete unser Wertpapier mit 123,00 Euro und setzte damit den Aufwärtstrend der letzten Tage des Vorjahres fort. Am zweiten Handelstag jedoch sank er auf seinen Tiefstand in Höhe von 120,50 Euro. Die Marktgerüchte über einen bevorstehenden Verkauf des Aktienpakets der SC-Beteiligungsgesellschaft trugen in der Folge wohl zu dem kräftigen Kursanstieg bei, der im vorläufigen Höchstkurs von 135,00 Euro am 10. Februar 2011 gipfelte. Bis ungefähr eine Woche nach der Veröffentlichung der Kaufabsicht der Aktienmehrheit durch den Schweizer Chemiekonzern Clariant AG am 16. Februar 2011 schwankte der Aktienwert zwischen 126,00 und 130,15 Euro. Anfang März schließlich pendelte sich das Wertpapier langsam auf Werte um 121,00 Euro ein, was dem von Clariant veröffentlichten Kaufpreis der Aktien entspricht. Das erste Quartal schloss das Wertpapier mit einem Kurs von 123,50 Euro und lag damit leicht über dem gebotenen Übernahmepreis von Clariant.

Die Kursentwicklung der Süd-Chemie Aktie zeigt Parallelen zu denen von DAX 30 und Chemie- Index, wobei die Süd-Chemie Aktie von den negativen Ausschlägen der Leitindizes nach der Erdbeben- und Tsunamikatastrophe in Japan Mitte März 2011 nicht in diesem Maße betroffen war. Der DAX 30 schloss das erste Quartal 2011 mit einem Plus von 1,8 Prozent, der Chemie-Index zeigte hingegen keine Kursveränderung gegenüber dem Quartalsbeginn.

Ausblick auf das Geschäftsjahr 2011

Der seit der zweiten Jahreshälfte 2009 andauernde dynamische Aufholprozess der Wirtschaft neigt sich allmählich seinem Ende zu. In vielen Ländern hat die Wirtschaftsleistung ihr Vorkrisenniveau erreicht oder bereits übertroffen, die Kapazitäten sind in den meisten Volkswirtschaften wieder so gut ausgelastet wie vor der Weltwirtschaftskrise. So lässt das Wachstumstempo der weltweiten Industrie- und Chemieproduktion aufgrund des auslaufenden Effekts der Wiederauffüllung der Lager allmählich auf hohem Niveau nach. Insgesamt erwarten wir einen Anstieg des Weltbruttoinlandsprodukts 2011 von rund 3 Prozent. Der Welthandel wird voraussichtlich um mindestens 5 Prozent zulegen. Bei der chemischen Industrie, der mit einem Anteil von rund 60 Prozent an den Süd-Chemie Umsätzen größten Kundenbranche, rechnen wir für 2011 ebenfalls mit einem Anstieg von rund 3 Prozent, nachdem die Branche, auch aufgrund von Basiseffekten, im Vorjahr noch um 10 Prozent gewachsen war.

Nach wie vor setzen wir auf unsere etablierte Strategie, die auf nachhaltiges Wachstum in wachstumsstarken Branchen ausgerichtet ist. Mit innovativen und verbesserten CleanTech-Produkten und Technologien werden wir im laufenden Jahr unsere führenden Weltmarktpositionen weiter stärken. Wachstumsimpulse erwarten wir in unserem Kerngeschäft von Produktweiterentwicklungen und Innovationen, der Fortsetzung unserer regionalen Geschäftsexpansion sowie den in den letzten zwei Jahren erworbenen Gesellschaften und gebildeten Joint Ventures. Insbesondere die wachstumsstarken Volkswirtschaften waren auch künftig die Entwicklung des Konzerngeschäfts maßgeblich bestimmen.

Angesichts des positiven Verlaufs des ersten Quartals 2011 und des Auftakts des zweiten Quartals 2011 halten wir an unserer mit dem Jahresabschluss 2010 veröffentlichten Prognose für das Geschäftsjahr 2011 fest: So werden wir in diesem Jahr unseren Umsatz voraussichtlich um 10 Prozent auf rund 1,35 Mrd. Euro erhöhen. Das um Sondereinflüsse bereinigte Ergebnis der betrieblichen Tätigkeit (EBIT) soll um 15 Prozent auf rund 120 Mio. Euro ansteigen.

Zukunftsbezogene Aussagen

Dieser Bericht enthält zukunftsbezogene Aussagen, die auf aktuellen Einschätzungen des Managements über künftige Entwicklungen beruhen. Solche Aussagen unterliegen Unsicherheiten und Risiken, die außerhalb der Möglichkeiten der Süd-Chemie bezüglich einer Kontrolle oder einer präzisen Einschätzung liegen, wie beispielsweise das zukünftige Marktumfeld und die wirtschaftlichen Rahmenbedingungen, das Verhalten der übrigen Marktteilnehmer, die erfolgreiche Integration von Neuerwerben und die Realisierung erwarteter Synergien sowie Maßnahmen staatlicher Stellen. Sollte einer dieser, mehrere oder andere Unsicherheitsfaktoren eintreten oder sollten sich Annahmen, auf denen diese Aussagen basieren, als unrichtig erweisen, könnten die tatsächlichen Ergebnisse wesentlich von den in diesen Aussagen explizit genannten oder implizit enthaltenen Ergebnissen abweichen. Es ist von der Süd-Chemie weder beabsichtigt noch übernimmt die Süd-Chemie eine gesonderte Verpflichtung, zukunftsbezogene Aussagen zu aktualisieren, um sie an Ereignisse oder Entwicklungen nach dem Datum dieses Berichts anzupassen.

Weitere Informationen

Dieser Bericht liegt in deutscher und englischer Sprache vor; beide Fassungen stehen im Internet unter http://www.sud-chemie.com zum Download zur Verfügung.

Ende der Mitteilung euro adhoc

Emittent: Süd-Chemie AG Lenbachplatz 6 D-80333 München Telefon: +49 (0)89 5110-0 FAX: +49 (0)89 5110-375 Email: info@sud-chemie.com WWW: http://www.sud-chemie.com Branche: Chemie ISIN: DE0007292005 Indizes: Börsen: Freiverkehr: Hamburg, Frankfurt, Regulierter Markt: Berlin, München Sprache: Deutsch

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