Chemische Industrie: Große Unzufriedenheit bei BetriebsrätInnen über Arbeitgeber-Angebot

BetriebsrätInnenvorsitzendenkonferenz beschließt Versammlungen in den Betrieben vor dritter Verhandlungsrunde

Linz (OTS/ÖGB) - Rund 200 TeilnehmerInnen der Chemischen Industrie berieten am 2. Mai im Chemiepark Linz das weitere Vorgehen bei den diesjährigen Kollektivvertragsverhandlungen für die rund 45.000 ArbeitnehmerInnen der Branche. Bei der Beurteilung des Angebotes der Arbeitgeberseite nach der zweiten Verhandlungsrunde letzten Donnerstag herrschte Einigkeit: Dieses sei bei weitem nicht ausreichend. "Die Beschäftigten haben einen großen Anteil zur Bewältigung der Krise geleistet. Sie haben sich einen gerechten Anteil an den aktuellen Erfolgen der Chemischen Industrie mehr als verdient", fordern die Verhandlungsleiter der Gewerkschaften PRO-GE und GPA-djp, Alfred Artmäuer und Roman Krenn.++++

Die Chemische Industrie hatte die Krise früher als die meisten Branchen überwunden. "Die Auftragsbücher sind voll, die Branche liegt wieder auf dem Niveau der erfolgreichen Jahre 2006 und 2007", erläutern Artmäuer und Krenn. Zudem wurden die Gewinne aus dem Vorjahr zu 95 Prozent an die Eigentümer ausgeschüttet. "Wir können und werden nicht zulassen, dass die Beschäftigten die Krisen ausbaden, aber von guten Ergebnissen nur die Eigentümer profitieren."

Als nächsten Schritt beschlossen die Betriebsratsvorsitzenden einstimmig, vor der dritten Runde am 5. Mai die Beschäftigten in Betriebsversammlungen über den bisherigen Verhandlungsverlauf zu informieren. Für die Verhandlung selbst wird am Donnerstag ein deutlich erweiterter Kreis von BetriebsrätInnen der Chemischen Industrie zur Teilnahme vor die Wirtschaftskammer nach Wien eingeladen. Für den Fall, dass am 5. Mai keine Einigung erzielt werden kann, beschlossen die Betriebsratsvorsitzenden, den Konflikt auch auf die Betriebsebene auszuweiten.

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