Leitner/Schmied: "Bildungspolitik ist Gesellschaftspolitik!"

Zweiter Bildungsdiskurs im Rahmen von "Österreich 2020" in Waidhofen an der Ybbs

St. Pölten/Waidhofen an der Ybbs (OTS) - "Je besser die Bildung eines Menschen ist, desto höher ist sein Einkommen und umso geringer ist das Risiko arbeitslos zu werden. Der Wohlstand eines Landes wird zu einem sehr hohen Maße in den Klassenzimmern entschieden. Deswegen brauchen wir die bestmögliche Bildung für unsere Kinder - denn Bildungspolitik ist Gesellschaftspolitik", erklärte Bildungsministerin Dr. Claudia Schmied bei der Diskussionsveranstaltung "Oesterreich 2020. Zukunftsdiskurs Bildung" in Waidhofen an der Ybbs. Sie stellte sich gemeinsam mit Landeshauptmann-Stv. Dr. Sepp Leitner, NRin Ulrike Königsberger-Ludwig und Dir. Leo Lugmayr (HS Ybbsitz) den Fragen von rund 250 Eltern, LehrerInnen, SchülerInnen und Bildungsinteressierten. Die Ministerin sieht eine Notwendigkeit darin, das Bildungsniveau anzuheben: "Das Bildungsniveau wird in Österreich nach wie vor vererbt. Die öffentliche Schule muss zur Chancengleichheit beitragen und Grundkompetenzen vermitteln." Dabei seien die PädagogInnen wichtige und unverzichtbare PartnerInnen, sie seien die Motoren einer gesellschaftlichen Entwicklung: "Schule können wir nur gemeinsam mit den Eltern, SchülerInnen und PädagogInnen gestalten."

Schmied nannte folgende Ziele und Projekte, die in den nächsten Jahren umgesetzt werden sollen: Der Ausbau der Neuen Mittelschule in einem Stufenplan (bis 2016 sollen alle Hauptschulen umgestellt sein, für die Unterstufe der AHS gibt es die Option umzusteigen); der Ausbau der Ganztagesschule und der Nachmittagsbetreuung, derzeit wird ein neues Dienst- und Besoldungsrecht für neu einsteigende LehrerInnen verhandelt, dazu soll die Ausbildung der PädagogInnen reformiert werden.

Der Vorsitzende der SPÖ NÖ, LHStv. Dr. Sepp Leitner, präsentierte bei der Diskussionsveranstaltung eine Umfrage, die im Vorfeld der Veranstaltung durchgeführt wurde, bei der sich 70 Prozent für eine vierjährige Neue Mittelschule aussprachen. Derzeit gibt es in NÖ 50 Neue Mittelschulen und 213 Hauptschulen. "Bildung ist entscheidend für das Wohl unserer Kinder und den Wirtschaftsstandort Niederösterreich. Das österreichische Bildungssystem wurde zu Recht vielfach kritisiert - es besteht dringender Reformbedarf!", so Leitner.

Die SPÖ steht für ein vielfältiges, modernes, durchlässiges und geschlechtergerechtes Bildungssystem, in dem unsere Kinder und Jugendlichen entsprechend den eigenen Kenntnissen, Fähigkeiten und Neigungen ausgebildet und gefördert werden. Das Modell der vierjährigen Neuen Mittelschule für alle 10- bis 14-Jährigen wurde seitens der Bildungsministerin Schmied in ganz Österreich erprobt -die SPÖ NÖ fordert die rasche Umsetzung dieses Erfolgsmodells auch in Niederösterreich und steht hinter den Plänen der Ministerin, sie unterstützt auch das bundesweite Volksbegehren "Österreich darf nicht sitzenbleiben".

Denn in ganz Österreich soll in Zukunft eine einheitliche Qualität im Bereich der Bildung herrschen. Leitner: "In NÖ ist die Pröll-VP jedoch einen eigenen Weg gegangen und hat nur eine zweijährige Neue Mittelschule eingeführt. Das ist uns zu wenig. Wir SozialdemokratInnen treten in unserer Bildungskampagne 'Ja, ich will!' für eine umfassende Bildungsreform ein und fordern die rasche Umsetzung der 4-jährigen Neuen Mittelschule für ganz Österreich!"

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