Berlakovich zu US-GVO-Prüfung: "Nicht den Bock zum Gärtner machen"

Umweltverträglichkeitsprüfung von GVO-Sorten durch Konzerne "absurd"

Wien (OTS) - Die Entscheidung des US-Landwirtschaftsministeriums, die Umweltverträglichkeitsprüfung von neuen, gentechnisch veränderten Sorten (GVO) ín den nächsten zwei Jahren durch Konzerne wie Monsanto durchführen zu lassen, bezeichnet Österreichs Umwelt- und Landwirtschaftsminister Niki Berlakovich als "absolut absurd". "Der Bock darf nicht zum Gärtner gemacht werden, insbesondere, wenn es um heikle Lebensbereiche wie Umweltschutz und Lebensmittelsicherheit geht", kritisiert Berlakovich, der das entsprechende Pilotprojekt des US-Landwirtschaftsministeriums daher vehement ablehnt.

GVO-Sorten, die in die EU kommen oder neu entwickelt werden, durchlaufen ein eigenes Genehmigungsverfahren. "In Europa darf es keinesfalls ein derartiges Eigenkontroll-System im GVO-Zulassungsverfahren geben. Sorten, die in Europa zugelassen werden, müssen eingehendst kontrolliert und auf ihre Umwelt- und Gesundheitsverträglichkeit geprüft werden", so Berlakovich. "Doch auch das vergleichsweise strenge europäische Zulassungssystem der Europäischen Lebensmittel-Sicherheitsbehörde (EFSA) muss nachgeschärft werden, insbesondere, was die Risikobewertung betrifft. Hier brauchen wir strengere Richtlinien", ergänzt der Umweltminister.

"Zusätzlich habe ich auch ein Selbstbestimmungrecht für alle EU-Mitgliedstaaten beim Anbau von gentechnisch veränderten Sorten gefordert. Dieser Ansatz ist von der EU-Kommission aufgegriffen worden und die ungarische Ratspräsidentschaft ist gefordert, so bald wie möglich im Rat eine positive Einigung zu erzielen", so Berlakovich. (SChluss)

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