SP-Jugendorganisationen: "Schlechtesten 10 Jahre" bei Pensionsberechnung nicht berücksichtigen

Heast Oida! Dialog der Generationen soll flächendeckend stattfinden

Wien (OTS) - Bei der heutigen ersten "Heast Oida" Dialog der Generationen Veranstaltung im Wiener Museumsquartier forderten die SP-Jugendorganisationen, dass bei Berechnung der Pension, die ab 2028 die lückenlose Durchrechnung aller Beitragsjahre vorsieht, die schlechtesten 10 Jahre unberücksichtigt bleiben.

SJ-Vorsitzender Wolfgang Moitzi und JG-Vorsitzende Tina Tauß begründeten die Notwendigkeit des Herausrechnens damit, dass Beitragszeiten während der Ausbildung, der Berufspraktika und der Kindererziehung bzw. der geringen Einkommen in den ersten Arbeitsjahren das künftige Pensionsniveau extrem senken. "Die Jungen von heute brauchen die Garantie, dass auch sie einmal von ihrer Pension leben können", sagte JG-Vorsitzende Tina Tauß. "Die Kosten könnten teilweise durch die Streichung der staatlichen Zuschüsse zur privaten Pensionsvorsorge abgedeckt werden", argumentierte SJ-Vorsitzender Wolfgang Moitzi.

Unterstütz wurde die SP-Jugend von Pensionistenverbands-Präsident Karl Blecha: "Uns geht es um Generationen-Solidarität und Gerechtigkeit!" Blecha forderte die Wirtschaft auf, bessere Arbeitsbedingungen zu schaffen, damit die Menschen länger arbeiten KÖNNEN. "Einen Tag nach dem Internationalen Tag der Generationensolidarität und am Vortag des
1. Mai kämpfen kämpfen wir für ein solidarisches Miteinander von Jung und Alt, kämpfen wir für Arbeitsplätze, die nicht körperlich oder psychisch krank machen, kämpfen wir gegen Zwangspensionierungen der Betriebe weit vor dem Regelpensionsalter", so Blecha.

Der Pensionistenverbands-Präsident geißelte die kapitalgedeckte Pensionsvorsorge als "größten Schwindel", denn dort komme auf einen Einzahler, ein Pensionist. "Die einzigen, die daran was verdienen, sind die Privatversicherer. Weltweit haben in der Krise Millionen von privatversicherten Pensionisten ihre Existenz verloren, mussten dramatische Kürzungen erleiden!", so Blecha. "Hingegen ist unser österreichisches umlagefinanziertes Pensionssystem bis in alle Zukunft sicher, wenn wir länger als derzeit durchschnittlich bis 58 arbeiten! Die Anhebung des faktischen Pensionsantrittsalters um ein Jahr bringt 1 Milliarde Euro, das ist mehr, als die Mehraufwendungen für die Pensionen. Daher werden wir uns jetzt jene Betriebe genau anschauen, die ältere Beschäftigte frühzeitig in Pension schicken", so Blecha: Wir brauchen eine Arbeitsreform, nicht eine Pensionsreform!"

Im Rahmen der Veranstaltung kritisierten Moitzi, Tauß und Blecha den "Medienhype eines Generationenkonflikt aus purer Quotengeilheit".

Juso-Chef Moitzi will mit dem eingeleiteten Generationen-Dialog einen bewussten Kontrapunkt zum oftmals herausgerufenen Generationenkonflikt setzen. Nur ein vernünftiges Miteinander von Jung und Alt wird die poltischen Herausforderungen der Zukunft lösen. JG-Vorsitzende Tauß hob die Bedeutung des Themas "Pensionen" hervor, will den Generationendialog aber nicht darauf beschränken.

Der "HeastOida" Generationendialog soll "flächendeckend" stattfinden. Zunächst gibt es in allen Bundesländern derartige Aktivitäten, später sollen Junge und Ältere auch in Bezirken und Gemeinden diskutieren. Das Jahr 2012 wird das "European Year for Aktive Ageing and Solidarity between Generations".

Rückfragen & Kontakt:

Pensionistenverband Österreichs, Andy Wohlmuth, Tel.: 0664-48 36 138

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