VOLLFANS brauchen keine Promille

"VOLLFAN statt voll fett" - das Projekt für maßvollen Alkoholkonsum bei Fußballspielen - geht Anfang Mai mit VOLLFAN-TOTO und Mitmach-Aktionen in die 2. Runde

Wien (OTS) - Zu wissen, wie Alkohol wirkt und zu spüren, wie sehr er beeinträchtigen kann, steht im Zentrum der zweiten Welle des Projekts "VOLLFAN statt voll fett". Um die Auseinandersetzung der jungen StadionbesucherInnen mit den negativen Folgen von übermäßigem Alkoholkonsum zu fördern, starten Anfang Mai die Mitmachaktionen des Projekts. Beim neuen VOLLFAN-TOTO können alle jungen Fans zwischen 16 und 25 Jahren mitmachen, zu gewinnen gibt es einen attraktiven VOLLFAN-Schal des eigenen Vereins, FK Austria Wien bzw. SK Rapid Wien.

Dafür müssen aber nicht nur Fragen wie zum Beispiel "Wie lange dauert es, bis der Alkohol im Blut wieder abgebaut ist?" oder "Welche Organe werden durch übermäßigen Alkoholkonsum geschädigt?" richtig "getippt" werden, auch Ballgefühl ist gefordert, um einen Vereinsschal aus der VOLLFAN-limited-Edition zu erhalten - und zwar beim Dosenschießen. Für jeden richtigen Tipp zu den VOLLFAN-TOTO-Fragen gibt es beim VOLLFAN-Corner neben dem Heimstadion ein "Fetzenlaberl" - und dann heißt es, voll konzentriert alle zehn Dosen abräumen, um einen VOLLFAN-Vereinsschal des FK Austria oder SK Rapid mit nach Hause nehmen zu können. Außerdem wird es einen "Rauschbrillen-Parcours" geben, bei dem man mit Alkohol-Simulation Geschicklichkeitsaufgaben lösen muss.

"Die Nachteile von übermäßigem Alkoholkonsum können durch diese spielerischen Wissensaufgaben und den Mitmach-Aktivitäten besonders gut aufgezeigt werden", so Mag.a Sonja Wehsely, Wiener Gesundheits-und Sozialstadträtin. "Außerdem ist es wichtig, die Jugendlichen und jungen Menschen in ihrer Sprache anzusprechen und Alkoholkonsum dort zu thematisieren, wo er stattfindet - bei diesem Projekt im Fußballstadion."

Die erste Mitmach-Runde für die Rapid-Fans findet am 1. Mai beim Spiel gegen Red Bull Salzburg statt, für die Austria-Fans beginnen VOLLFAN-TOTO und Rauschbrillen-Parcours am 7. Mai beim Spiel gegen den LASK Linz.

Nur nüchtern volle Leistung möglich

Gerade am Fußballplatz stehen sich Fitness und Konzentration der Vollprofis am Rasen und der übermäßige Alkoholkonsum von MatchbesucherInnen auf der Tribüne besonders augenscheinlich gegenüber. "Konzentrierte Unterstützung auf der Tribüne bis zur allerletzten Minute, um gemeinsam den Torrausch zu genießen - das ist die Unterstützung, die wir am Rasen brauchen. Das geht nur mit voller Leidenschaft und nicht mit vielen Promille", sind sich die Kapitäne der Austria, Roland Linz und von Rapid, Steffen Hofmann, einig.

"Für einen VOLLFAN spielt immer der eigene Verein die erste Geige und nicht der Alk", sind sich die jungen Austria- und Rapid-Fans einig, die als Testimonials dem VOLLFAN-Projekt ihr Gesicht geben. Sie sind seit Februar auch als Peers bei ausgewählten Heim-Spielen ihrer Mannschaft im Einsatz, um mit Gleichaltrigen über die Nachteile von risikoreichem Alkoholkonsum zu sprechen. "Gute Stimmung braucht keinen Alkohol", ist Rapid-VOLLFAN Tamara Apfelthaler überzeugt. "Außerdem verpasst man mit zuviel Bier oft die schnellsten Haken" ergänzt Austria-VOLLFAN René Rodlauer.

Neue Wege in der Wiener Suchtprävention

Das Projekt "VOLLFAN statt voll fett" wurde Mitte Februar vom Institut für Suchtprävention der Sucht- und Drogenkoordination Wien gestartet und läuft bis Ende Oktober 2011. Ziel ist die Thematisierung von problematischem Alkoholkonsum in jugendaffiner Fußballsprache - gemeinsam mit den Projektpartnern FK Austria Wien und SK Rapid Wien. In drei Wellen werden junge StadionbesucherInnen zwischen 16 und 25 Jahren angesprochen. Aber auch VereinsmitarbeiterInnen, StadionbetreiberInnen und deren Personal, Gastro-Teams in den Stadien und vor Ort, Security und Exekutive in den Stadien sowie Sanitätsdienste werden in die Sensibilisierungsarbeit mit einbezogen. Die erste Welle sorgte für Problembewusstsein, eine Fokussierung auf die Fan-Rolle war das Ziel. Die zweite Welle wird die Auseinandersetzung mit dem eigenen Konsum fördern. Die dritte Welle will Jugendliche zur Zustimmung zur Verhaltensänderung motivieren, um langfristig den Alkoholkonsum in den Stadien zu minimieren.

Das Projekt wird aus Mitteln des Fonds Gesundes Österreich gefördert.

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Mag.a Angelina Zenta
Stv. Pressesprecherin des Wiener Drogenkoordinators
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