Neues Volksblatt - "Hausverstand" von Markus EBERT

Ausgabe vom 28. April 2011

Linz (OTS) - Lange Zeit haben sie gegolten, doch irgendwann wurden sie nur mehr belächelt, diese althergebrachten Sprüche wie dieser:
"Spare in der Zeit, so hast du in der Not".
Das Konsumverhalten dieser Tage ist darauf nicht mehr ausgerichtet, da geht es vielfach nur mehr ums "Haben": Auto, Fernseher, neue Küche, Handy - alles jetzt, alles sofort. Zahlen? Machen wir später. Dass der Einkauf auf Pump irgendwann teuer bezahlt werden muss, weil auch in der geilen Konsumwelt niemand so blöd ist, etwas zu verschenken, ist eine Erfahrung, die immer mehr Menschen machen. Aber so ist das, wenn der Hausverstand Pause macht.
In der Finanzpolitik des Landes OÖ gilt er indes noch, der Hausverstand. Das in den guten Zeiten Ersparte wurde in den schlechten Zeiten gezielt ausgegeben, sprich: Die Krise musste nicht auf Pump gemeistert werden, sondern konnte aus den Reserven bekämpft werden. Und: Mit den Reformen im Spitals- und Verwaltungsbereich legt man die Basis für ein auch künftig solides Budget. Und wenn schon Schulden gemacht werden müssen, dann für Investitionen in die Zukunft und nicht für hochriskante Spekulationen auf Zinsbewegungen, die etwa Linz ein abgrundtiefes Loch im Stadtsäckel bescheren befürchten lassen müssen.

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