SPÖ Kärnten: Nach Zieleinlauf des Ortstafelmarathons ist anschließender Hürdenlauf einer Volksbefragung unnotwendig!

Volksbefragung Thema im Landesparteivorstand am 2. Mai. Kaiser und Strauss richten Appell an FPK, Gunst des Moments nutzen und Kompromiss als Gesetzesvorlage zu sehen.

Klagenfurt (OTS) - "Nach einem erfolgreich absolvierten Marathon, kommt normalerweise niemand im Ziel auf die Idee, anschließend gleich einen Hürdenlauf zu absolvieren", kommentiert der Vorsitzende der SPÖ-Kärnten und 23 fache Marathon-Finisher LHStv. Peter Kaiser, die heute im Rahmen der Regierungssitzung diskutierte Forderung der FPK nach einer Volksbefragung zur gestern nach 56 Jahren endlich erreichten Lösung der Ortstafelfrage.

Noch dazu hätte eine Volksbefragung Null Relevanz und ihr Ausgang keinerlei Auswirkungen auf das zu beschließende Gesetz. "Die Kärntnerinnen und Kärntner würden sich gepflanzt vorkommen. Deswegen appelliere ich an FPK-Obmann Uwe Scheuch, sich diesen gemeinsam mit FPÖ-Obmann HC Strache gefassten Beschluss zu überdenken, die Gunst des jetzigen Moments zu nutzen, und den gestern erreichten, größtmöglichen Kompromiss als Gesetzesvorlage zu sehen, und den gestern geschlossenen Sack nicht wieder aufzumachen", so Kaiser. Er, Kaiser, werde seinerseits, das Thema Volksbefragung in der Sitzung des Landesparteivorstandes am Montag, 02. Mai, debattieren, warnt aber davor, die Volksgruppenfrage jetzt als politischen Spielball zu missbrauchen und verweist auf unzählige Rückmeldungen, Anrufe und Mails - einhelliger Tenor: "Jetzt soll Schluss sein!"

Jedenfalls sei der erzielte Kompromiss zu begrüßen und allen, die daran beteiligt waren, zu danken. Allerdings bestehe kein Grund zu übersteigerter Euphorie. "Es wartet viel Arbeit auf uns, um das was jetzt schriftlich vorhanden ist, rasch umzusetzen und zu leben, und das Zusammenleben von Mehrheit und Minderheit weiter zu verbessern", so Kaiser.

Jakob Strauss, stellvertretender Parteivorsitzender und Bürgermeister der Gemeinde Sittersdorf/Zitara vas sieht in der erzielten Kompromisslösung eine einmalige Chance, Kärnten und vor allem Südkärnten neu zu positionieren und weiter zu entwickeln: "Die Bandbreite der unterschiedlichen Meinung auch bezüglich einer Volksbefragung ist nicht so groß. Wir müssen das Memorandum als Konsenspapier in der Arbeit und in den Gesprächen mit der Bevölkerung als positives Ergebnis darstellen und gemeinsam das gegenseitige Vertrauen stärken. Jetzt haben wir die Chance, ein neues Kapitel der Geschichte Kärntens zu schreiben!"

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