Schatz: Da bleibt der Marchfelder Spargel im Hals stecken

Niedrigstlöhne von ErntehelferInnen völlig inakzeptabel

Wien (OTS) - "Da bleibt der Marchfelder Spargel im Hals stecken", meint Birgit Schatz, ArbeitnehmerInnensprecherin der Grünen, zur Forderung des Obmannes der Marchelder Spargelbauern nach mehr Erntesaisoniers und einer Sieben-Tage-Arbeitswoche.

"Das ist ja völlig verquer! Da murren die Spargelbauern, dass sich keine ÖsterreicherInnen für sechs Euro in der Stunde den Rücken ruinieren wollen und die Öffnung des Arbeitsmarktes ihnen nichts bringen wird, weil dann auch Tschechen, Ungarn und Polen sich nicht mehr auf diese Art und Weise ausbeuten lassen werden. Statt angemessene Löhne zu zahlen verlangen sie neue Arbeitssklaven aus noch weiter weg liegenden Ländern", so Birgit Schatz.

"Unter 7,50 Euro in der Stunde soll niemand in Österreich arbeiten müssen. Wir brauchen ein Mindestlohngesetz, damit kein Mensch in Österreich zu beschämenden Löhnen ausgebeutet wird", so Schatz weiter. "Es ist nicht zu akzeptieren, dass miese Löhne mit der peruanischen Spargelkonkurrenz gerechtfertigt werden. Ein gutes Produkt hat es nicht nötig, durch die Ausbeutung von ArbeiterInnen am Markt zu bestehen".

"Es kann nicht unser Ziel sein und auch nicht das der Marchfelder Spargelbauern, den peruanischen Spargel durch einen billigeren österreichischen zu konkurrenzieren. Österreich muss auf die Qualität der eigenen Produkte setzten, auf die klimaverträgliche Nähe der Produktion bei den heimischen KonsumentInnen.", erklärt die ArbeitnehmerInnen- und KonsumentInnensprecherin abschließend.

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