FPÖ: Belakowitsch-Jenewein zu Lebensmittelsicherheit: Stöger verhöhnt Österreicher

Grenzwerte werden nach Belieben der Industrie verändert

Wien (OTS) - "An Zynismus kaum zu überbieten waren die Aussagen
von Gesundheitsminister Stöger in der gestrigen ORF-Sendung Konkret", erklärt FPÖ-Gesundheitssprecherin NAbg. Dagmar Belakowitsch-Jenewein. Dass Grenzwerte für Strahlenbelastung, Giftstoffe und Pestizide je nach Bedarf der Lebensmittelindustrie verändert werden, kam aus dem Filmbeitrag ganz eindeutig hervor. "Der österreichische Gesundheitsminister wurde dennoch drei Minuten lang nicht müde, dies dem Konsumenten als einen wunderbaren und tauglichen Sicherheitsstandard zu verkaufen", kritisiert Belakowitsch-Jenewein. Angesichts der beträchtlichen Anzahl an Lebensmittelskandalen in der EU, von denen auch Österreich nicht verschont wurde, wie die acht Listerien-Toten im Vorjahr gezeigt haben, solle sich der österreichische Gesundheitsminister dringend mehr Gedanken darüber machen, wie künftig Lebensmittel gesünder und sicherer werden.

Auf die Frage einer Journalistin, warum beispielsweise die Belastung mit dem Pestizid Thiachoprid seit dem Jahr 2010 zehn Mal so hoch wie davor sein dürfe, versuchte sich Stöger allen Ernstes mit der Floskel "Dies dient der Gesundheit der Menschen" herauszureden. "Auch der Versuch durch ausreichende Lebensmittelkontrollen mehr Sicherheit zu erreichen, klingt jämmerlich", so Belakowitsch-Jenewein. Bereits vor einem Jahr musste Stöger in einer Anfragebeantwortung eingestehen, dass es viel zu wenige Lebensmittelkontrollen gibt und die Länder nicht einmal das vom Bundesministerium vorgegebene Plansoll erreichen.

Auch die Finanzierung der AGES scheint keineswegs gesichert, wie Stöger gerne vermittelt. "Dass nun die österreichischen Kleinunternehmer zusätzlich belastet werden sollen, weil die Großindustrie offensichtlich immer minderwertigere Lebensmittel auf den Markt bringt, ist keinesfalls einzusehen." Um dem einen Riegel vorzuschieben, fordert die freiheitliche Gesundheitssprecherin ein sofortiges Verbot von Klonfleisch, Klebefleisch, Schummelschinken, Kunstkäse und ähnlichen zweifelhaften - sogenannten - Lebensmitteln. "Österreich sollte wieder zu seiner Vorreiterrolle als 'Feinkostladen' zurückfinden. Der Gesundheit der Österreicher und unserem Gesundheitssystem wäre das fraglos sehr zuträglich", erklärt Belakowitsch-Jenewein.

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