è-express: vida bietet Beschäftigten arbeitsrechtliche Beratung an

Kaske: "Verbot, über Lohn zu sprechen, ist rechtlich nicht haltbar."

Wien (OTS/ÖGB) - "Die Firma è-express ist eine 'alte Bekannte' von uns. Immer wieder gibt es Beschwerden von Beschäftigten über arbeitsrechtliche Verletzungen, deshalb haben wir auch die Behörden eingeschaltet", bestätigt vida-Vorsitzender Rudolf Kaske einen entsprechenden Bericht im heutigen Kurier. vida bietet den Beschäftigten von è-express arbeitsrechtliche Beratung an. "Klauseln in Arbeitsverträgen, wie im Kurier abgelichtet, die den Beschäftigten verbieten, über ihren Lohn und ihre kollektivvertragliche Einstufung zu sprechen, sind rechtlich nicht haltbar", hält Kaske fest.++++

Der Kollektivvertrag sei kein Geheimnis, sondern ein öffentliches Gut. "Damit er Gültigkeit erlangt, muss er schließlich auch in der Wiener Zeitung veröffentlicht werden", erläutert der zuständige vida-Bundesfachgruppensekretär Robert Maggale. "Die korrekte Entlohnung der Beschäftigten ist ihr gutes Recht. Deshalb dürfen sie klarerweise auch über ihren Lohn sprechen", hält Maggale fest. Konventionalstrafen in Höhe von drei Monaten, wenn über die Entlohnung gesprochen wird, wie sie der Kurier offenbar aus einem Arbeitsvertrag von è-express abfotografiert hat, sind sittenwidrig, so der Gewerkschafter.

Zu dem von einem anonymen Mitarbeiter an den Kurier gemeldeten Sachverhalt, dass die Beschäftigten abgelaufene Ware auf Weisung des "Qualitäts-Kontrollors" hätten verkaufen müssen, erklärt Maggale. "Die Hygiene- und Lebensmittelbestimmungen legen klar fest, dass die Ablaufdaten eingehalten werden müssen. Die Beschäftigten sind deshalb verpflichtet, Produkte mit abgelaufenem Datum aus dem Angebot herauszunehmen. Sie dürfen nicht dazu genötigt werden, derartige Waren zu verarbeiten."

vida bietet allen è-express-Beschäftigten eine arbeitsrechtliche Beratung an. "Wir sind für die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter da. Ihre Rechte sind uns wichtig, deshalb haben wir die uns genannten arbeitsrechtlichen Übertretungen auch beim Arbeitsinspektorat, den Finanzbehörden und der Gebietskrankenkasse zur Anzeige gebracht", so Kaske abschließend.

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