Kärntner Bischof: Ortstafeleinigung "historischer" Schritt

Schwarz ruft Bevölkerung auf, "Ergebnis gemeinsam umzusetzen"

Klagenfurt, 27.04.11 (KAP) Der Kärntner Diözesanbischof Alois Schwarz hat die politische Einigung in der Ortstafelfrage begrüßt:
"Die Einigung ist ein historischer Kompromiss und ein bedeutendes Ereignis für unser Land", so Schwarz in einer Aussendung am Mittwoch. Er danke allen an den Verhandlungen Beteiligten für ihre Konsens- und Dialogbereitschaft. Mit dieser Einigung sei ein entscheidender offizieller Schritt gesetzt. Nun brauche es Kooperationsbereitschaft und Unterstützung durch die Bevölkerung, um das von den Verhandlern erzielte Ergebnis gemeinsam umzusetzen, so Schwarz.

Der am Dienstag von Staatssekretär Josef Ostermayer, Landeshauptmann Gerhard Dörfler und Slowenenvertretern ausgehandelte Kompromiss sieht 164 zweisprachige Ortstafeln in 24 Südkärntner Gemeinden vor. Zusätzlich wurde ein Maßnahmenpaket zur Förderung der slowenischen Volksgruppe beschlossen. So soll ein sogenanntes "Dialogforum" für das gemischtsprachige Gebiet in Kärnten eingerichtet werden. Geregelt ist auch die Förderung für das slowenische Musikschulwesen und für zweisprachige Kindergärten sowie Förderungen für Sport und Medien.

Grundsätzlich soll in jenen Gemeinden, in denen zweisprachige Ortstafeln stehen oder zukünftig aufgestellt werden, auch Slowenisch als Amtssprache angewendet werden. Ausnahmen gibt es in St. Kanzian und Eberndorf (beide Bezirk Völkermarkt), wo Kompromisslösungen gefunden wurden.

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