66 Jahre Zweite Republik - Faymann betont Bedeutung sozialer Balance für Demokratie und Freiheit

Österreichisches Modell der Sozialpartnerschaft muss europaweit Nachahmung finden

Wien (OTS/SK) - Anlässlich des 66. Jahrestages der
Wiedererrichtung der Republik Österreich hat Bundeskanzler Werner Faymann die Bedeutung der sozialen Balance und Stabilität für die Demokratie betont. "Ohne soziale Balance kein Friede und keine Freiheit. Ohne soziale Balance keine moderne Gesellschaft und auch kein wirtschaftlicher Aufschwung. Ohne soziale Balance keine dauerhafte Demokratie", sagte Faymann am Mittwoch bei einem Sonderministerrat auf dem Heldenplatz. ****

Die Bedeutung des sozialen Ausgleichs sei vor allem durch die aktuelle Wirtschaftskrise deutlich geworden. Faymann unterstrich die Rolle der Europäischen Union in sozialpolitischen Fragen. "Wir brauchen künftig eine Wirtschafts- und Sozialunion mit klarem Bekenntnis der Gewerkschaften in der Lohnpolitik", fordert der Bundeskanzler. Das erfolgreiche österreichische Modell der Sozialpartnerschaft sollte europaweit viele Nachahmer finden.

Faymann warnte weiters vor dem Vormarsch jener Kräfte, die vom Auseinanderbrechen der Gesellschaft profitieren. "Sie sind weder willens, dieser Entwicklung durch ehrliche politische Arbeit entgegenzuwirken, noch haben sie ein Konzept, wie man Europa im Sinne der Menschen weiterentwickelt", sagte der Kanzler. Er appellierte daher: "Im Kampf gegen Demagogie, gegen billige Schuldzuweisung und gegen Nationalismus müssen wir gemeinsam wachsam und wehrhaft bleiben."

Faymann wies auch auf den aktuellen Kampf für politische Freiheit und Demokratie in Nordafrika hin. Gerade die Österreicher wüssten, dass es dabei nicht gleichgültig sei, auf wessen Seite die demokratische Staatengemeinschaft stehe. "Demokratie und Freiheit sind das höchste aller Güter - das wissen gerade wir Österreicher aus eigener Erfahrung", so der Kanzler.

Der Bundeskanzler zollte all jenen Männern und Frauen Dank und Anerkennung, die für den Kampf gegen den Nationalsozialismus einen hohen Preis bezahlen mussten. "Viele mussten mit dem Tod bezahlen, viele mit der Internierung in Konzentrationslagern. An ihren Beitrag zum Wiedererstehen eines demokratischen Österreichs sei hier erinnert", sagte Faymann vor Vertreterinnen und Vertretern der österreichischen Widerstands- und Opferverbände.

Abschließend versicherte der Kanzler, dass die Bundesregierung unverrückbar am Erfolgsprinzip der Zweiten Republik festhalten werde. "Wir werden überall dort nach Gemeinsamkeit suchen, wo es um die konkreten Lebensverhältnisse der Menschen, Gerechtigkeit und Chancengleichheit geht", unterstrich Faymann. (Schluss) sa/sc/ele

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