Mölzer: Griechenlands horrendes Defizit zeigt Scheitern der Rettungspakete

Niemand weiß, wie es um die Haushalte Irlands und Portugals bestellt ist - Euro droht zum Sargnagel für Europas erfolgreiche Volkswirtschaften zu werden

Wien (OTS) - Die sogenannten Rettungspakete erwiesen sich als Geldvernichtungspakete, sagte heute der freiheitliche Delegationsleiter im Europäischen Parlament, Andreas Mölzer, zur Mitteilung der europäischen Statistikbehörde Eurostat, wonach 2010 das Defizit Griechenlands mit 10,5 Prozent deutlich höher lag als erwartet. "Anscheinend haben die Milliarden von Euro, die nach Griechenland gepumpt wurden, die gewünschte Wirkung verfehlt und nur die wirtschaftlich erfolgreichen Staaten der Euro-Zone unnötig belastet", kritisierte Mölzer.

Daher sei zu befürchten, so der freiheitliche EU-Mandatar, daß auch die Rettungspakete für Irland und Portugal nur den gegenwärtigen Schrecken verlängern werden. "Niemand weiß genau, wie es um die Haushalte Dublins und Lissabons tatsächlich bestellt ist. Daher ist zu befürchten, daß die Rettungspakete für die Pleitestaaten und für den Euro die starken europäischen Volkswirtschaften in den Abgrund zu reißen drohen. Es müssen endlich drastische Maßnahmen ergriffen werden und die Brüsseler Nomenklatura hat ihre unerträgliche Schönfärberei zu beenden", forderte Mölzer.

Vor allem müßten sich die Euro-Phantasten, wie der freiheitliche Europaabgeordnete erklärte, das Scheitern der Währungsunion eingestehen. "Staaten mit unterschiedlichen wirtschaftlichen Voraussetzungen eine gemeinsame Währung überzustülpen, war ein gewaltiger Fehler. Damit der Euro nicht endgültig zum Sargnagel für die EU-Nettozahler wie Österreich oder Deutschland wird, muß die Möglichkeit eines Ausscheidens aus der Euro-Zone für jene Mitglieder geschaffen werden, die nicht fähig oder willens sind, ihren Haushalt in Ordnung zu bringen", schloß Mölzer.

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