FPÖ-Neubauer: 25 Jahre Tschernobyl, offenbar keine Mahnung

SPÖ, ÖVP fordern konsequent den absoluten Atom-Ausstieg! Warum tun sie es nicht?

Wien (OTS) - "Alle wollen plötzlich auf den "ÖKO-Zug" aufspringen und ergeben sich täglich in immer neue Bekenntnisse zum Atom-Ausstieg, stellte heute der freiheitliche Anti-Atom-Sprecher NAbg. Werner Neubauer fest.

"Die Frage muss gestellt werden: Wenn in der ÖVP und SPÖ plötzlich alle für einen Ausstieg aus der Kernenergie sind, warum tun sie es nicht? Von Lippenbekenntnissen alleine, wird sich die Atomlobby nicht einschüchtern lassen, sondern nur von konkreten Taten", so Neubauer heute, anlässlich der 25 jährigen Wiederkehr des Supergaus in Tschernobyl.

Angesichts der tragischen Ereignisse in Fukushima sollten selbst eingefleischte Atom-Befürworter erkannt haben, dass Atomkraftwerke immer ein Restrisiko in sich bergen und dass die Frage der Atom-Restmülllagerung bis dato ebenfalls ungelöst ist.

Während die SPÖ plötzlich immer eine ÖKO-Partei gewesen sein will und Bundeskanzler Faymann gar für einen Ausstieg aus der Kernenergie seine "Demo-Schuhe" anzieht, hat sich die FPÖ seit den 70er Jahren eindeutig gegen Atom-Energie positioniert.

Am kommenden Parteitag im Juni 2011 in Graz wird der freiheitliche Anti-Atomsprecher Neubauer deshalb gemeinsam mit Umweltsprecher NAbg. Ing. Norbert Hofer den Delegierten einen Antrag zur Beschlussfassung vorlegen, in dem diese ersucht werden, sich in den gesetzgebenden Körperschaften für einen Ausbau der Nutzung erneuerbarer, heimischer Energieträger einzusetzen, um die Abhängigkeit Österreichs von Kernkraft und fossilen Energieträgern aus dem Ausland zu verringern. Weiters werden die FPÖ-Mitglieder ersucht, sich in den gesetzgebenden Körperschaften für ein Veto bei wesentlichen Entscheidungen der EU einzusetzen, die direkt oder indirekt Nachbarstaaten Österreichs betreffen, die in Grenznähe unsichere Kernkraftwerke betreiben oder den Bau von Endlagerstätten für Atommüll in Grenznähe planen.

Darüber hinaus sollen alle Organisationseinheiten der FPÖ im Rahmen der Stromversorgung der Büroräumlichkeiten auf Anbieter verzichten, die auf Atomstrom setzen und letztlich werden die Mitglieder der FPÖ ersucht, durch bewusste Auswahl ihres Stromanbieters jene Unternehmen zu unterstützen, die auf erneuerbare, heimische Energieträger setzen.

Mit diesen Schritten setzt die FPÖ die wahren Signale für die österreichische Bevölkerung für einen ÖKO-Umstieg. "Die FPÖ beweist damit, dass sie gegen Lippenbekenntnisse auftritt, keine Atom-Lobbyisten im Parlament sitzen hat, die die Interessen Österreichs verraten, sondern die Ängste und Sorgen der Menschen ernst nimmt, also eine wirkliche "soziale Heimat-Partei eben", so Neubauer abschließend.

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