Hospiz: Schönborn und Landau fordern mehr politisches Engagement

Gemeinsames Schreiben an Klubobleute

Wien, 22.04.11 (KAP) Kardinal Christoph Schönborn und der Wiener Caritasdirektor Michael Landau haben am Karfreitag einen gemeinsamen Brief an die Klubobleute der österreichischen Parlamentsparteien unterzeichnet, in dem sie zu mehr Anstrengungen im Bereich der österreichweiten Hospizversorgung aufrufen.

Im Gespräch mit "Kathpress" wies Kardinal Schönborn auf zahlreiche Tendenzen in Europa hin, die aktive Sterbehilfe hoffähig zu machen und sie als ein "Werk der Barmherzigkeit" hinzustellen, was sie definitiv nicht sei. Euthanasie sei beispielsweise in den Niederlanden zur "erschreckenden Alltagswirklichkeit" geworden: "Wir wollen ganz entschieden nicht, dass Österreich diesen Weg geht", so der Kardinal. Die Alternative dazu sei die Hospizbewegung. In Österreich gebe es den politischen Konsens', auf diese zu setzen. Schönborn appellierte an die politisch Verantwortlichen, dem Druck von außen nicht nachzugeben.

Caritasdirektor Landau sprach von einer "österreichischen Erfolgsgeschichte" in Sachen Hospiz und wies u. a. auf den Ausbau zahlreicher Hospizdienste hin, aber auch auf die Einführung der Familienhospizkarenz. In den vergangenen Jahren sei aber ein weitgehender Stillstand eingetreten. Der Hospizgedanke und der Ausbau des Hospizwesens müssten wieder mit mehr Energie und politischem Willen vorangetrieben werden.

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