ÖBB-Postbus/Postbus AG: Management im Machtrausch

Alleinherrschaft des Vorstandsvorsitzenden Mag. Kern geplant - Gesetze werden weiter ignoriert

Wien (OTS/GPF) - "Speed kills" hat offenbar die Kapitalvertreter
in der Aufsichtsratssitzung der Österreichischen Postbus AG am 20. April 2011 zu einer "Husch-Pfusch"-Aktion animiert.

Überfallsartig wurde nach dem offenbar geplanten Rücktritt eines Vorstandes versucht, unter dem Vorwand von "Gefahr im Verzug" einen Strohmann unbefristet für die nächsten 3 Jahre zu installieren. Chaos pur: Der Vorgeschlagene hat selbst erst kurz vor der Sitzung davon erfahren. Die Arbeitnehmervertreter Wurm und Pürstinger haben sich gegen diesen geplanten Coup ausgesprochen und der Änderung der Tagesordnung nicht zugestimmt.
Nach dem Willen der Kapitalvertreter im Aufsichtsrat soll jetzt innerhalb von 2 Arbeitstagen eine außerordentliche Sitzung stattfinden, um eine im Aktiengesetz vorgeschriebene Ausschreibung zu umgehen. Auch nach Rechtsmeinung der Arbeiterkammer werden damit die Interessen der Arbeitnehmer und der Aktionäre sowie der Bevölkerung seitens des Unternehmens als Universaldienstleister einfach ignoriert.

Der geplante Effekt ist durchsichtig. Damit wäre die Alleinherrschaft des Vorstandsvorsitzenden Mag. Kern abgesichert. Er hätte damit die absolute Kontrolle über den Vorstand und Durchgriffsmöglichkeit auf die oberste Leitung der Dienstbehörde und des Personalamtes. Damit könnten Verordnungen im Gesetzesrang erlassen werden mit der gleichen Entscheidungsgewalt wie die Ministerin, allerdings ohne politische Kontrolle.

"Das kommt einem Putsch gegen die Gesetze und die Aufsichtsbefugnis der Ministerin gleich. Wir verlangen nicht mehr und nicht weniger als die Einhaltung der Gesetze", sagte ÖBB-Postbus-Betriebsratschef Robert Wurm. Und abschließend: "Unverständlich, dass die zuständige Infrastrukturministerin Doris Bures als Eigentümervertreterin sich nicht zu dieser Causa äußert!"

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