Europäische Impfwoche startet

Wien (OTS) - Von 23. Bis 30. April findet zum 7. Mal die Europäische Impfwoche statt. Die Initiative findet unter der Leitung des Europäischen Regionalbüros der Weltgesundheitsorganisation (WHO) in Zusammenarbeit mit bedeutenden regionalen Akteuren statt -Österreich ist erstmals durch das Österreichische Grüne Kreuz für Gesundheit vertreten. Ziel der Europäischen Impfwoche ist unter anderem, auf die Wichtigkeit der Immunisierung stark gefährdeter Gruppen aufmerksam zu machen.+++

Europäische Impfwoche - warum?

Die verbreitete Durchführung von Impfprogrammen in den letzten 30 Jahren hat zu einem drastischen Rückgang der Erkrankungszahlen und Sterbefälle von durch Impfungen vermeidbaren Krankheiten geführt. Die Europäische Region der WHO wurde 2002 als poliofrei zertifiziert, und im vergangenen Jahrzehnt ist die Zahl der Masernfälle in der Region um mehr als 90 Prozent zurückgegangen.

Dennoch muss mehr getan werden. Paradoxerweise kann der Umstand, dass viele Infektionskrankheiten durch Impfungen selten oder beinahe unbekannt geworden sind, Eltern und Gesundheitspersonal zu der Einschätzung verleiten, dass Impfstoffe nicht länger benötigt werden. So erhalten beinahe 650.000 Kinder in der Europäischen Region nicht die erste Dosis des Masernimpfstoffes, die einen grundlegenden Impfschutz gewährleistet.

Nur wenn Impfungen weiterhin unvermindert politisch unterstützt werden, kann verhindert werden, dass hochansteckende Krankheiten, die Leiden, Behinderungen sowie Todesfälle verursachen, in Europa wieder auftreten.

Schwerpunkte der Europäischen Impfwoche

Das Thema der Europäischen Impfwoche 2011 lautet "Gemeinsame Lösungen für geteilte Probleme". Neue Krankheitsausbrüche unterstreichen eine kollektive europäische Verantwortung für die Eliminierung von Masern und Röteln, für die Erhaltung des Status als poliofreie Region und dafür, durch Impfungen vermeidbare Krankheiten unter Kontrolle zu halten. Möglichkeiten zur effektiveren Zusammenarbeit und der Austausch von Erfahrungen und Lösungen über Ländergrenzen hinweg sollen im Rahmen der Europäischen Impfwoche erarbeitet werden.
Informationsmaterial erhalten Sie beim ÖGK für Gesundheit, office@gruenes-kreuz.org.

Österreich-Schwerpunkte

Im Jahr 2008 wurde in Österreich ein Masernausbruch mit insgesamt 443 Fällen durch Einschleppung von Masern in eine Schule mit nicht geimpften Kindern ausgelöst! 2009 sind wieder 52 Infektionen aufgetreten, diesmal durch eingeschleppte Masernviren, die meisten davon im Rahmen eines Ausbruchs in einer impfkritischen Population. Dies verdeutlicht, dass nicht geimpfte Kinder in der derzeitigen epidemiologischen Situation in Österreich und der EU in jedem Fall Masern erleiden, wenn nicht im Kindesalter, dann eben später. Je später das Erkrankungsalter, desto schwerer verläuft die Erkrankung und desto häufiger tritt die Komplikation einer Gehirnentzündung auf. In Österreich ist die Durchimpfungsrate noch immer viel zu gering, um das Eliminationsziel der WHO (für Europa ist das Jahr 2010 angestrebt!) zu erreichen.

Die in diesem Pressetext verwendeten Personen- und Berufsbezeichnungen treten der besseren Lesbarkeit halber nur in einer Form auf, sind aber natürlich gleichwertig auf beide Geschlechter bezogen.

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