Bankenkongress KURS 2011: Die neue europäische Bankenaufsicht: Zu wenig Überlegung oder der Rettungsanker vor der nächsten Krise?

Wien (OTS) - "Mit dieser neuen EU-Aufsicht werden die künftigen Krisen nicht so tief gehen wie die letzte Krise", so Mag. Helmut Ettl, Vorstandsmitglied der Finanzmarktaufsicht. Dieser Optimismus wird nicht von allen Experten des Bankenkongresses KURS 2011 (13.-14. April 2011, Courtyard Vienna Messe, www.kurs2011.at ) geteilt.

Der Chefanalyst der RZB, Mag. Peter Brezinschek, warnt vor einem Gegenwind bis spätestens Anfang 2012 in Form von Liquiditätsschwemme, Verschuldung des Euro durch Entwicklung in Griechenland, Irland und Portugal und die drohende Inflation durch aktuelle Öl- und Nahrungsmittelpreise.

Dr. Peter Pichler von der WKÖ deutet an, dass dieses "höhere Sicherheitsniveau gleichzeitig höhere Kosten verursacht und jetzt eine Verharmlosung der Kostendebatte stattfindet".

Ettl berichtet weiter über die Ziele der vier neuen europäischen Aufsichten: EBA EU-Bankenaufsicht, EIOPA EU-Aufsichtsbehörde für das Versicherungswesen und die betriebliche Altersversorgung, ESMA EU-Wertpapieraufsichtsbehörde. Zusätzlich solle das ESRB EU- System Risk Board als Frühwarnung aller Konjunkturbrüche dienen und rechtzeitig Maßnahmen setzen.

Abschließend sind sich die Experten des Plenums vor 150 Teilnehmern trotzdem einig, dass das Ziel der neuen Aufsicht - eine Vereinfachung der Marktstandards und Finanzprodukte - ein richtiges ist, jedoch ist man auf die konkrete Umsetzung gespannt.

Weitere Informationen und Fotos finden Sie unter: www.kurs2011.at

Rückfragen & Kontakt:

Mag. (FH) Martina Kögler, Senior Marketing Manager, IIR Österreich GmbH, Tel.: +43 (1) 891 59-322, E-mail: martina.koegler@iir.at

OTS-ORIGINALTEXT PRESSEAUSSENDUNG UNTER AUSSCHLIESSLICHER INHALTLICHER VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS | IIR0001