Mailath zu Töchterle: Kursänderung in Wissenschaftspolitik nötig

Wien (OTS) -

Diese Meldung wurde korrigiert Neufassung in Meldung OTS0170 vom 21.04

Anlässlich der heute, Donnerstag, erfolgten
Amtsübergabe gratuliert Wiens Wissenschaftsminister Andreas Mailath Pokorny dem neuen Wissenschaftsminister Rektor Univ.-Prof. Dr. Karlheinz Töchterle zu seiner neuen Aufgabe. Mailath erwartet sich vom neuen Wissenschaftsminister umfassendes Verständnis für die Bedeutung von Wissenschaft und Forschung für ein Land sowie ein klares Problembewusstsein in Sachen Universitäten: "Zuallererst sind die Fragen der Finanzierung und des Zugangs zu den Universitäten zu lösen, damit die universitäre Bildung rasch aus ihrer jetzigen Krise geholt werden kann. Dafür bedarf es einer deutlichen Kursänderung in der Wissenschafts- und Universitätspolitik des Bundes", betonte Mailath. "Lösungen dürfen aber nicht auf den Schultern der betroffenen StudentInnen und ihrer Eltern ausgetragen werden. Was wir brauchen, ist eine ausreichende, sozial ausgewogene Universitätsfinanzierung, die die Interessen der Studentinnen ebenso berücksichtigt wie die der Lehrenden." Als eine erste Maßnahme erwartet Mailath vom neuen Wissenschaftsminister zudem die sofortige Rücknahme der Streichung der Basisfinanzierung für die außeruniversitären Forschungseinrichtungen sowie für wissenschaftliche Publikationen durch den Bund.

"Wien ist ein international renommierter Forschungsstandort - die SpitzenforscherInnen, die hier tätig sind, tragen zum innovativen Klima in der Stadt bei und stärken die Wirtschaft. Damit das so bleibt, muss der notwendige Nachwuchs ausgebildet werden, und dafür müssen dringend die akuten Probleme der Universitäten gelöst werden:
Mit einem zukunftsorientierten, durchdachten Gesamtkonzept, das auf die Beibehaltung des freien Hochschulzugangs, den Ausbau der universitären Mitbestimmung, eine Verbesserung der Studienbedingungen sowie eine Reform des Stipendienwesens aufbaut. Als politisches Bekenntnis zur Zukunft der Forschung in Österreich und in Wien braucht es daher ein deutlich erhöhtes Wissenschaftsbudget", unterstrich der Wissenschaftsstadtrat.

Der zuletzt "sanft entschlafene und ohne wesentliche Ergebnisse zu Ende gebrachte" Dialog mit den Studierenden, der Forschung und Lehre müsse rasch wieder aufgenommen werden. Mailath lädt den neuen Wissenschaftsminister zum Dialog mit der Stadt Wien ein, in der sich zahlreiche Universitäten und Forschungseinrichtungen befinden. "Die Stadt Wien ist eine verlässliche Bündnispartnerin der Universitäten, wir werden sie auch künftig in all ihren Bestrebungen unterstützen", so Mailath abschließend.

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