Kapellari: Christen sollen "Marginalisierung" mit Courage begegnen

Nachfolge Christi erspart nicht "Zeiten der Dunkelheit" und des Leidens

Graz-Klagenfurt, 21.04.11 (KAP) Zu Courage bei der Nachfolge Jesu hat der Grazer Diözesanbischof Egon Kapellari aufgerufen. In Europa würden Christen - anders als in anderen teilen der Welt - "nicht brachial verfolgt, sondern eher marginalisiert", sagte Kapellari am Mittwochabend bei der Chrisammesse im Grazer Dom. "Wir sollten darauf nicht wehleidig und so im Grunde passiv reagieren, sondern die Herausforderung zu einem Christentum annehmen, das eine Synthese von viel Barmherzigkeit, denkerischer Anstrengung und Courage ist."

Die Nachfolge Christi erspare nicht Zeiten der Dunkelheit und des Leidens, ja der scheinbaren Abwesenheit Gottes. Sie "führt uns manchmal durch Feuer und Wasser", betonte der Bischof. "Beides kann zerstören, aber auch läutern." Besonders Priester und Ordensleute sollten sich vor Augen halten, dass die Nachfolge auch eine Portion von Askese und Heroismus erfordere.

Die Kirche stehe wie die ganze Zivilgesellschaft in einer Zeit des Übergangs mit vielen Umbrüchen und Abbrüchen. Die Kraft für einen guten Weg in die Zukunft könne nur aus der Mitte und Tiefe des Glaubens kommen, so Kapellari. "Diese Mitte ist Christus selber." Von dieser Mitte aus könnten Christen "hellsichtig sein für die Zeichen der Zeit", fähig werden zur "Unterscheidung der Geister" und Kraft gewinnen zu "katholischen Synthesen".

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