Aydin: Österreich muss Export-Nation in Sachen "Menschenrechte" sein

Syrisch-orthodoxer Chorepiskopos an Bundesregierung: Wirtschaftliche Interessen zurückzustellen

Wien, 21.04.11 (KAP) Österreich muss zur führenden Export-Nation in Sachen "Menschenrechte, sozialer Leistungsstaat und christliche Lebensart" werden. Das hat der syrisch-orthodoxe Chorepiskopos in Österreich, Emanuel Aydin, eingefordert. Im Kathpress"-Gespräch am Donnerstag appellierte Aydin an die Bundesregierung, sich verstärkt für Menschenrechte in islamisch geprägten Ländern einzusetzen. Aydin regte die Errichtung von "Österreich-Häusern" in solchen Ländern an. Diese Einrichtungen sollten Zentren für demokratische Bildung, aber auch Kontaktstellen für Tourismus und Wirtschaft ein. Es sei ein Irrtum, dass sich in den momentan in Aufruhr befindlichen Ländern wie Ägypten, Tunesien oder dem Jemen von selbst ein demokratisches System entwickeln könne, so der Chorepiskopos.

Kritik übte Aydin an den Regierungen vieler islamischer Länder, die ihre christlichen Minderheiten nicht gegen Diskriminierungen schützen würden. Eine solche Politik "führt immer wieder zu Blutvergießen und zur erzwungenen Auswanderung ganzer christlicher Gemeinden".

Es sei nicht einzusehen, "dass Politiker im Nahen Osten beispielsweise bei den Missständen in Gaza lautstark Recht und Gerechtigkeit fordern, gleichzeitig aber zum Unrecht gegenüber den Christen in ihren eigenen Ländern schweigen". Den Westen forderte der syrisch-orthodoxe Chorepiskopos auf, "endlich aufzuwachen und wirtschaftliche Interessen nicht mehr über Menschenwürde und Menschenrechte zu stellen".

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