GPA-djp zu Bellaflora: Billiger Versuch Arbeitszeitrecht und Mitbestimmung zu umgehen

Arbeitsbedingungen werden unter die Lupe genommen

Wien (OTS) - (GPA-djp/ÖGB) "Die Art und Weise, wie das Management von Bellaflora versucht, die bestehenden gesetzlichen und kollektivvertraglichen Rahmenbedingungen für die Sonntagsöffnung zu umgehen, ist völlig inakzeptabel", erklärt der stv. Bundesgeschäftsführer der Gewerkschaft der Privatangestellten, Druck, Journalismus, Papier (GPA-djp) Karl Proyer.++++

"Es ist in Österreich klar und unmissverständlich geregelt, in welchen Ausnahmefällen Handelsbetriebe auch an Sonntagen aufsperren dürfen. Wir erwarten von jedem Unternehmen, diese Gesetze, die zum Schutz der Beschäftigten gemacht worden sind, einzuhalten. Mit dem rechtswidrigem Versuch, aus einem Gartencenter eine gewerbliche Gärtnerei zu machen, umgehen die Verantwortlichen nicht nur die Landesgesetzgebung sondern auch die kollektivvertraglichen Mitbestimmungsrechte der Beschäftigten. Es liegt auf der Hand, dass es hier nicht um Service für Hobbygärtner sondern einzig um die Steigerung des Umsatzes zu Lasten der Arbeitszeitqualität der Beschäftigten geht", so Proyer.

Die GPA-djp bezweifelt im Übrigen die groß dargestellte Freiwilligkeit der Beschäftigten, betreffend die Arbeit an Sonn- und Feiertagen des Belaflora Managements. "Diese Art und Weise von Freiwilligkeit kennen wir schon hinlänglich, ohne Betriebsrat fehlt jede Möglichkeit der Beachtung der Rechte der Beschäftigten. Diese Vorgangsweise veranlasst uns zur Vermutung, dass es das Bellaflora Management mit den Rechten der ArbeitnehmerInnen auch sonst vielleicht nicht so ernst nimmt. Die GPA-djp wird deshalb nicht nur Klage gegen die Sonntagsöffnung und die entsprechenden arbeitszeitrechtlichen Überprüfungen verlangen sondern auch die Entlohnungsmodalitäten und Arbeitbedingungen bei Bellaflora jetzt mal ganz genau unter die Lupe nehmen", kündigt Proyer an.

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