AK-Kärnten: Kritik an Landesförderung für Elektro-Räder

Klagenfurt (OTS) - Als völlig unangemessen bezeichnet die Arbeiterkammer Kärnten die Landesförderung für den Kauf von Elektro-Fahrrädern. "Ein Berufspendler erhält vom Land derzeit im Schnitt einen Fahrtkostenzuschuss von 115 Euro pro Jahr. Für den Kauf eines E-Bike schießt das Land Kärnten hingegen bis zu 160 Euro zu", kritisiert AK-Präsident Günther Goach.

"Ein Elektro-Fahrrad kann für einen Pendler in Kärnten nur in Ausnahmefällen das Auto ersetzen. Dafür sind die Wege zur Arbeit zu lang. Eine durchschnittliche Pendlerstrecke beträgt in Kärnten rund 40 Kilometer", betont Goach. Er fordert das Land Kärnten daher auf, die Fördermittel stattdessen für den Ausbau des öffentlichen Verkehrs und für die Unterstützung der Pendler einzusetzen.

Eine Förderung für den Kauf eines Elektro-Fahrrades habe derzeit keinen erkennbaren Nutzen - vor allem nicht für die Pendler und damit auch kaum für die Umwelt. "Im Gegenteil. Mit diesem Fortbewegungsmittel wird mittelfristig die Abhängigkeit von elektri-scher Energie ausgebaut und der Stromverbrauch angekurbelt", kritisiert der Kärntner AK-Präsident.

Während Käufer von E-Bikes dennoch mit einer Landesförderung unterstützt würden, habe das Land die Fahrtkostenzuschüsse drastisch reduziert, und zwar um über 2 Millionen Euro, betont die Arbeiterkammer. Das sei ein Beispiel für eine orientierungslose Verkehrspolitik, die lediglich auf kosmetische Maßnahmen setze, statt Konzepte für die Zukunft zu entwickeln, kritisiert Goach.

Rückfragen & Kontakt:

Arbeiterkammer Kärnten
Mag. Christa Maurer, Kommunikation
Tel.: 050 477-2401, Fax: 050 477-2400
c.maurer@akktn.at
http://kaernten.arbeiterkammer.at

OTS-ORIGINALTEXT PRESSEAUSSENDUNG UNTER AUSSCHLIESSLICHER INHALTLICHER VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS | AKK0001