JUGENDVERTRETUNG: Jugend in der Regierung!

Integrationsstaatssekretariat in junger Hand! Jugend muss Thema bleiben!

Wien (OTS) - Die Bundesjugendvertretung begrüßt die Installierung eines eigenen Integrationsstaatssekretariats und gratuliert dem Obmann der Jungen ÖVP, Sebastian Kurz, zur Ernennung zum Staatssekretär. "Damit bekommt die Partizipation junger Menschen einen neuen Stellenwert in der österreichischen Politik. Sebastian Kurz übernimmt eine große Verantwortung, wir wünschen ihm bei der Bewältigung der Aufgabe viel Erfolg", so Rodaina El Batnigi, Vorsitzende der Bundesjugendvertretung.

Die Einrichtung des Integrationsstaatsekretariats bedeutet aber gleichzeitig auch die Abschaffung des Familien- und Jugendstaatssekretariats im Bundesministerium für Wirtschaft, Familie und Jugend. Als gesetzlich eingerichtete Interessenvertretung aller Kinder und Jugendlichen in Österreich erwartet die BJV, "dass die Agenden Familie und Jugend, die künftig von Minister Mitterlehner selbst wahrgenommen werden, dieselbe Bedeutung genießen, wie die anderen Agenden des Ministers", erklärt El Batnigi.

Das Thema Integration ist von enormer Bedeutung für Kinder und Jugendliche. "Gerade Österreich war historisch oft Schnittpunkt verschiedener Kulturen. Vielfalt unter Kindern und Jugendlichen muss als Bereicherung und Chance gesehen werden!", so El Batnigi. Von einem neuen Integrationsstaatssekretariat erwartet sich die BJV daher auch eine aktive Integrationsförderung und fordert unter anderem konkret:

  • mehr interkulturelles Bewusstsein und verstärkte Anti-Diskriminierungsarbeit in der Administration von Bund, Ländern und Gemeinden sowie Maßnahmen zur interkulturellen Öffnung des Öffentlichen Dienstes
  • Initiativen zur flächendeckenden Einführung der gemeinsamen Schule, um Integration im Bildungssystem voranzutreiben und der Benachteiligung von Kindern und Jugendlichen mit Migrationshintergrund entgegenzuwirken
  • eine Beschleunigung der Asylverfahren, um insbesondere Kindern und Jugendlichen ohne Verzögerungen einen langfristig rechtlich abgesicherten Aufenthaltsstatus zu ermöglichen
  • das Ermöglichen von Doppelstaatsbürgerschaften für Jugendliche ausländischer Herkunft
  • gesellschaftliche, politische und finanzielle Unterstützung für Jugendarbeit, da Partizipation von Kindern und Jugendlichen aus Minderheiten, wie sie in Jugendorganisationen und der offenen Jugendarbeit geschieht, eines der wesentlichen Mittel hin zu einer Gleichstellung ist

Die BJV erwartet sich, dass Sebastian Kurz vor allem gegen platte Stimmungsmache und gesellschaftliche Polarisierung auftritt und freut sich auf eine gemeinsame Basis und konstruktive Gespräche, um die Positionen der Interessenvertretung der Kinder und Jugendlichen zu diskutieren.

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