Deserteursdenkmal: Langjährige JG-Forderung steht vor Realisierung

Junge Generation hält Standort-Diskussionen für verfrüht

Wien (OTS/SK) - Die Junge Generation in der SPÖ zeigt sich anlässlich der jüngsten Meldungen über die Realisierung eines Denkmals für Wehrmachtsdeserteure in der Stadt Wien sehr erfreut. "Damit geht eine langjährige JG-Forderung und ein Beschluss der Bundeskonferenz 2010 in Erfüllung", freut sich JG-Bundesvorsitzende Tina Tauß. "Ein Denkmal für Wehrmachtsdeserteure ist ein substanzielles Zeichen des Antifaschismus und weist spät, aber doch auf die zahlreichen Opfer der zutiefst unmenschlich und unrechtlich agierenden NS-Militärjustiz hin. Außerdem ist ein solches Denkmal die Chance, die pauschale Rehabilitierung der Wehrmachtsdeserteure symbolisch in die Öffentlichkeit zu tragen", so Tauß weiter. ****

Standort-Diskussionen seien aber verfrüht und in diesem Stadium der Diskussion nicht sinnvoll, meint JG-Projektgruppenleiter Peter Bruck, der sich schon seit langem mit dieser Thematik beschäftigt. "Es gibt noch viele offene und heikle Fragen, die einer ausführlichen Diskussion bedürfen. Die inhaltliche Ausrichtung des Denkmals ist maßgeblich für den Standort. Klären wir also zuerst das Wie und erst dann das Wo." Für die JG sei jedenfalls klar, dass es ein Denkmal für alle Wehrmachtsdeserteure sein müsse, schließlich hätten sie im Sinne der Moskauer Deklaration unmissverständlich einen Beitrag zur Befreiung Österreichs geleistet.

Die Junge Generation freue sich, dass Kulturstadtrat Andreas Mailath-Pokorny den Entscheidungsprozess mit der nötigen Ruhe und Seriosität angehe. Es gehe um einen gemeinsamen Weg, den die Menschen nachvollziehen können, nicht um kurzfristigen Aktionismus. (Schluss) ah/mp

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