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Elfenbeinküste: Humanitäre Lage weiter katastrophal

Salesianerpater: "Angst vor weiteren Massakern und Rachakten ist ständiger Begleiter der Menschen"

Wien, 20.04.11 (KAP) Die humanitäre Lage in der Elfenbeinküste dürfte immer noch katastrophal sein. Wie die Don Bosco-Hilfsorganisation "Jugend Eine Welt" am Mittwoch berichtete, sei beispielsweise die Situation in Duekoue, wo die Salesianer eine Missionsstation betrieben, "verzweifelt". "Wir haben keine Nahrungsmittel und die Leute schlafen auf dem nackten Boden", so Pater Vicente Grupeli, Leiter der Missionsstation, die seit Monaten zum Flüchtlingslager für Tausende Menschen geworden ist.

Höchstens 8.000 Menschen hätten auf dem beengten Gelände Platz, gekommen seien 30.000, berichtete Grupeli: "Die hygienischen Zustände sind katastrophal und wir müssen hilflos zusehen, wie hier täglich Menschen sterben. Es fehlen Latrinen und Duschen, von Trinkwasser ganz zu schweigen."

Den Salesianern in Duekoue seien die Hände gebunden, ihre eigenen Vorräte an Reis und Energieriegeln hätten sie an Kleinkinder verteilt, nun sei alles aufgebraucht, so der Ordensmann. Die Salesianer haben nun an die internationale Gemeinschaft, Hilfsorganisationen und die UNO appelliert, das Lager minimalen hygienischen Standards anzupassen und mehr Hilfsgüter zu liefern.

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