JW-Roth: Frühpensionsmonitoring erster Schritt für längeres Arbeiten

Junge Wirtschaft fordert mehr Anreize für jene, die sich selbst gesund halten

Wien (OTS/PWK289) - "Wir unterstützen die Forderung, ältere Arbeitnehmer länger im Arbeitsprozess zu halten. Jedoch gehen einige Vorschläge, die dazu heute von Präsident des Pensionistenverbandes (PVÖ), Karl Blecha, präsentiert worden sind, in die falsche Richtung", meint Markus Roth, Bundesvorsitzender der Jungen Wirtschaft (JW) zur Präsentation des Programms "Gesund länger arbeiten". Den Vorschlag zur Einführung eines soliden Frühpensionsmonitoring, das auch von Seniorenbund-Präsident Khol gefordert wird, begrüßt Roth: "Wir freuen uns, dass diese Forderung aufgegriffen wurde. Wir brauchen ein effizientes Frühpensionsmonitoring, das uns ein rechtzeitiges Gegenzusteuern ermöglicht."

Außerdem sollten Anreize geschaffen werden, damit Arbeitnehmer länger im Arbeitsprozess bleiben, so Roth. Eine solche Maßnahme wären etwa jährliche Abschläge für Arbeitnehmer zwischen 60 und 65 Jahren. Wer früher in Pension geht, müsste mit sechs Prozent weniger pro Jahr rechnen. Einem unreflektierten Malus für Arbeitgeber, die ältere Arbeitnehmer kündigen, so wie es das PVÖ-Programm vorsieht, erteilt Roth eine klare Absage: "Wenn ein Betrieb in einer wirtschaftlich schwierigen Situation Arbeitnehmer entlassen muss, kann man ihn nicht verpflichten, den Personalstand zu halten. Wie sollen Arbeitnehmer von Unternehmen bezahlt werden, wenn es zu wenig Aufträge und keine Arbeit gibt? Ein solcher Malus ist für uns nicht vorstellbar!"

Gesundheitssystem darf sich nicht über Krankheit definieren
Im Hinblick auf die im Programm angeführte Forderung, die Lebensverdienstkurve abzuflachen, meint Roth: "Eine stärkere Abflachung der Lebensverdienstkurve halte ich für sinnvoll. Das würde jungen Menschen ermöglichen, Investitionen für ihre Zukunft zu tätigen". Andere Punkte, wie etwa das Recht auf Reduktion der Arbeitszeit für ältere Arbeitnehmer oder eine verpflichtende betriebliche Gesundheitsvorsorge beurteilt der JW-Vorsitzende hingegen als problematisch. Diese Maßnahmen seien nur auf freiwilliger Basis sinnvoll. Besser wäre, so Roth, die Einführung von Leistungsanreizen für jene, die sich gesund halten: "Unser Gesundheitssystem darf sich nicht über Krankheit definieren. Das Stichwort im Gesundheitsbereich heißt Prävention. Davon profitieren sowohl ältere Arbeitnehmer, die länger im Arbeitsprozess verbleiben können, als auch Arbeitgeber, die über gesunde und erfahrene Mitarbeiter verfügen", stellt Roth abschließend fest. (ES)

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