Werthmann zu den Vorwürfen

Brüssel (OTS) - MdEP Angelika Werthmann hat schon im vergangenen Jahr anlässlich ihres Austritts aus der 'Liste Martin' am 14. Juli in einem Gespräch mit JournalistInnen ausführlich dargestellt, wie die 'Liste Martin' arbeitet - nämlich, dass ausgerechnet Hans-Peter Martin, der sich so sehr für Transparenz und Demokratie bei allen anderen einsetzt, diese bei sich vermissen lässt.

Sie hat dabei die fehlende Transparenz in der Frage des Verbleibs und der Verwendung der Gelder aus der Wahlkampfkostenrückerstattung angeführt und zeigt sich erschüttert darüber, dass seitens Hans-Peter Martins diesbezüglich bis dato nichts korrigiert beziehungsweise in Ordnung gebracht wurde und über Martins verfahrene Erklärungsversuche bezüglich der aktuellen Angelegenheit des Architekten N.

"Deswegen ist es jetzt umso nötiger, doch auch das Angebot von Thomas Mayer, 'derStandard', einem unabhängigen Kreis unter Mitarbeit von Hubert Sickinger die Abrechung aller Wahlkampfkostenrückerstattungen zur Prüfung vorzulegen, einzugehen", fordert Werthmann auf.

Sie erläutert weiters, "dass einerseits die Wahlkampfkostenabrechnung nie nachvollziehbar war - zu meinem Austritt im Juli 2010 war der Verbleib von immerhin rund 3,3 Millionen Euro ungeklärt - ist eine Sache, dass aber mit diesen Geldern private Zahlungen getätigt worden sein sollen ist nochmals eine andere 'Liga'. Ich weiß nicht, was hier wirklich schwerer wiegt." Immerhin habe auch ihr Hans-Peter öfters gesagt, dass der Wahlkampf 2009 'bescheidene' 500.000 Euro ausmache, fährt Werthmann fort.

Auch das mangelnde Demokratiebewusstsein war einer der Gründe für Werthmanns Austritt im vergangenen Jahr. "Schon im Herbst 2009 versuchte ich, Kenntnisse über unter anderem die Parteistruktur und -mitglieder zu gelangen. Doch da war Nichts. Auch dass wir zwar einer Partei angehören, aber eigentlich keine Mitglieder sind, habe ich anlässlich meines Austritts klar dargelegt und ist dies ein ebenso 'alter Hut', stellt Werthmann weiters die Transparenz in der 'Liste Martin' in Frage, denn Hans-Peter Martin habe ihnen gegenüber einen solchen Status weder jemals erwähnt noch in irgendeiner Art erklärt. "Die Parteistatuten geben einem dann schon zu denken und zeigen klar, dass hier schon von Anfang an, Transparenz nur bei den anderen gelte aber nicht bei sich selbst", resümiert Werthmann über dieses Kapitel der 'Geschichte' der 'Liste Martin'.

Werthmann hofft, dass die jetzt vorhandenen Belege ausreichen und dass "vor allem auch der Verbleib der Gelder aus den vergangenen Wahlkämpfen geklärt werden kann, denn da sind ja immerhin noch rund 2,3 Millionen Euro ungeklärt", schließt Werthmann ab.

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