Creditreform FIRMENINSOLVENZSTATISTIK 1. Quartal 2011: 27 Insolvenzen pro Werktag

Firmeninsolvenzverfahren steigen wieder (+3,5%)

Wien (OTS) - Die endgültigen Zahlen der Creditreform Firmeninsolvenzstatistik für das 1. Quartal 2011 zeigen, dass die Firmeninsolvenzen nach einem Rückgang im Jahr 2010 wieder steigen. Die Unternehmensinsolvenzen sind um 3,5% auf 1.692 Verfahren gestiegen. Der Anstieg der eröffneten Verfahren beträgt 5,2% (891 Unternehmen). Die Hauptursachen für das Scheitern der Unternehmen liegen in Managementfehlern wie z.B. einer mangelhaften Buchhaltung und fehlendem Risikomanagement, in einer unzureichenden Kapitalausstattung und in der allgemeinen Wirtschaftslage. Dazu Rainer Kubicki, Geschäftsführer von Creditreform: "Viele Unternehmen haben Dank eines angesparten Kapitalpolsters und der besonderen Unterstützung durch ihre Hausbanken die Krise im vergangenen Jahr durchtaucht. Nun aber steigen die Insolvenzen wieder. Den Unternehmen ist daher weiterhin zu raten, sich intensiv und professionell mit ihrem finanziellen Risikomanagement zu befassen."

Bundesländervergleich

Der Blick auf die Bundesländer zeigt folgendes Bild: Das Burgenland (+20,6%), Wien (+16,4%) und die Steiermark (+13,1%) weisen eine steigende Entwicklung auf. Hingegen gingen in Vorarlberg (-31,0%), Salzburg (-29,9%) und Kärnten (-6,9%) die Insolvenzen zurück.

Die höchste relative Insolvenzbetroffenheit herrschte in Wien mit 7 Insolvenzen pro 1.000 Unternehmen. Österreichweit wurden im Durchschnitt mehr als 4 Insolvenzen pro 1.000 Unternehmen gezählt.

Branchenvergleich

Die am stärksten betroffenen Branchen sind das Bauwesen mit über 11 Insolvenzen je 1.000 Branchenunternehmen sowie die Branche "Verkehr- und Nachrichtenübermittlung" mit über 8 Insolvenzen je 1.000 Branchenunternehmen. Das Bauwesen verzeichnete mit 26,3% auch den das höchsten Zuwachs zugefolgt von den Unternehmensbezogenen Dienstleistungen mit Plus 14,9%.

Conclusio 1. Quartal 2011

Während im Gesamtjahr 2010 die Unternehmensinsolvenzen um fast 6% zurückgegangen sind, scheint es nun in den ersten drei Monaten 2011 zu einer Trendumkehr gekommen zu sein. Daraus schon jetzt einen Schluss auf die Entwicklung für das Gesamtjahr zu ziehen, ist vielleicht zu früh. Den Unternehmen ist aber trotzdem angesichts dieser Situation zu raten, weiterhin überlegt zu agieren. Kaufmännisch solides Verhalten ist noch immer der beste Schutz vor Risiken.

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Mag. Gerhard M. Weinhofer, Leiter der Öffentlichkeitsarbeit
Creditreform Wirtschaftsauskunftei Kubicki KG
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