Neues Volksblatt "Ideen" - von Michael KALTENBERGER

Ausgabe vom 18. April 2011

Linz (OTS) - Der neue ÖVP-Obmann Michael Spindelegger ist um sein Amt wirklich nicht zu beneiden. Nach den letzten Umfragen ist die Volkspartei auf gut 20 Prozent abgerutscht, es wird viel Kraft und gute Ideen brauchen, um die Partei aus dem Tief zu führen.
Ideen - ob sie gut sind, sei dahingestellt - gibt es derzeit viele, die Medien sind voll damit. Und wie immer, wenn die ÖVP in einem Tief ist, gibt es zwei Erklärungen: Schuld sind die Teilorganisationen und die Bundesländer-Organisationen. Weg mit den Bünden!, wird gefordert, weniger Einfluss der sogenannten Landesfürsten, dafür eine straffe Führung durch die Parteizentrale in Wien.
Womit wir wieder dort wären, wo wir bei allen politischen Diskussionen landen: beim Zentralismus.
Es hat zwar noch niemand den Beweis erbracht, dass Österreich mit einer straffen Ausrichtung nach Wien besser dastehen würde als mit dem föderalistischen System; ebenso wie noch niemand den Beweis erbracht hat, dass es der ÖVP ohne die Bünde und ohne kräftige Landesorganisationen besser gehen würde - aber es wird behauptet. So müssen wir halt damit leben, dass alles, was in diesem Land gut oder schlecht läuft, von den Zentralisten als Argument verwendet wird.
Als Kinder haben wir in solchen Fällen gesagt: Wer 's glaubt, wird selig!

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