Korosec ad Seniorenermäßigungen: Wien soll sich an Salzburg orientieren!

Nach 2,5 Jahren, 3 Gutachten und einem VfGH-Entscheid gelangt man zumindest in einem Teil Österreichs zur Einsicht. In Wien freilich nicht!

Wien (OTS) - "Während man in Wien weiterhin überlegt, künftig von allen Senioren einen Einkommensnachweis zu verlangen, bevor sie ihr Wiener-Linien-Ticket kaufen "dürfen", hat man sich in Salzburg entschieden, dass künftig alle Senioren - unabhängig vom Geschlecht -ab dem Alter von 60 Jahren eine Senioren-Ermäßigung erhalten. Eine Regelung, die übrigens in vielen Museen gleich nach in Kraft treten des entsprechenden Gesetzes im August 2008 (!!!) genau so geregelt wurde. 2,5 Jahre nach in Kraft treten des entsprechenden Gesetzes, nach einem Gutachten der Gleichberechtigungsanwaltschaft, zwei Berichten der Volksanwälte und nach einem Entscheid des VfGH sieht man also zumindest in einem Teil des Landes ein, dass Gesetze einzuhalten sind", so fordert die Seniorensprecherin der Wiener ÖVP und Stellvertreterin von Dr. Andreas Khol im Österreichischen Seniorenbund, LAbg. Ingrid Korosec, die Wiener Verkehrsbetriebe auf, endlich dem VfGH-Entscheid Rechnung zu tragen.

"Gesetzgeber und Gerichte haben längst klar gemacht, dass bei den Seniorenermäßigungen eine Unterscheidung aufgrund des Geschlechts rechtswidrig ist. Der VfGH hat außerdem festgehalten, dass die Regelungen zu reparieren sind. Während Salzburg nun seinen älteren Bürgern eine Lösung anbietet, wird man in Wien weiterhin vertröstet, muss sich weiterhin diskriminieren lassen. Anti-Diskriminierung heftet man sich bei Rot-Grün dauernd auf die Fahnen - nur wenn Senioren betroffen sind, so lässt dies die Stadtregierung kalt", so Korosec weiter.

"Außerdem möge Verkehrsministerin Doris Bures nun endlich alle Verkehrsbetriebe des Landes an einen Tisch holen, damit man gemeinsam eine gesetzeskonforme und bundesweit einheitliche Regelung zustande bringt. Denn derzeit ist die Situation so: Im Salzburger Stadtbus werden sie ab 1. Juni als männlicher Senior zwischen 60 und 65 nicht mehr diskriminiert. Fahren Sie jedoch mit den ÖBB von Salzburg nach Wien und dann weiter mit der Wiener U-Bahn, so ist die Diskriminierung weiter aufrecht! Nach Rechtsstaat sieht das nicht aus .", so Korosec abschließend.

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