Studie von AXA Investment Managers zeigt: Das Wissen der Österreicher über Investmentfonds verbessert sich

Frankfurt/Main (ots) - Hat sich das Wissen der Österreicher über Investmentfonds verbessert? Dieser Frage ging AXA Investment Managers (AXA IM) gemeinsam mit dem Meinungsforschungsinstitut TNS Infratest bereits zum fünften Mal in Folge in einer bevölkerungsrepräsentativen Umfrage nach. Das zentrale Ergebnis: Das Wissen der Österreicher hat sich verbessert und liegt zum ersten Mal auf Vorkrisenniveau.

Finanzwissen der Österreicher steigt

Der von TNS Infratest konzipierte AXA IM Wissensindex zeigt das allgemeine Wissensniveau der Bevölkerung zu Investmentfonds. Seit Beginn der Studie im Jahr 2007 bis zum Jahr 2010 sank der Index von 47 auf 44 Punkte. Aktuell zeigt sich mit 47 Indexpunkten, vor dem Hintergrund 100 erreichbarer Punkte, erstmals seit der Finanzkrise wieder ein Anstieg. Positiv: 47 Prozent der Österreicher erreichen 51 Punkte oder mehr und kennen sich somit gut oder sehr gut mit Investmentfonds aus. 2010 waren es lediglich 33 Prozent. Im Umkehrschluss bedeutet das: 53 Prozent der Österreicher erreichen höchstens 50 Punkte und kennen sich damit weniger gut oder gar nicht aus. Erwartungsgemäß weisen dabei Fondsbesitzer mit 59 Punkten den vergleichsweise höchsten Wissensstand auf. Auch Besserverdienende kennen sich mit 53 Punkten überdurchschnittlich gut aus.

Die Österreicher sind beim Thema Finanzen selbstbewusst

Ein weiterer Aspekt der Studie ist die persönliche Selbsteinschätzung zum Thema Finanzwissen: Mehr als die Hälfte der Befragten (53 %) glaubt, sich gut oder sehr gut auszukennen. Der Anteil dieser selbsternannten Experten lag 2010 noch fünf Prozentpunkte darunter. Nur 45 Prozent der Österreicher geben in ihrer Selbsteinschätzung an, sich bei Geldanlagethemen gar nicht oder wenig auszukennen. "Die Studie zeigt klar auf, dass sich die Österreicher in puncto Finanzen gut auskennen. Gleichzeitig überschätzen sie ihre Finanzkompetenz gemessen am tatsächlichen Wissensniveau", so Karin Kleinemas, die für Nordeuropa zuständige Marketing-Chefin bei AXA Investment Managers.

Österreichische Anleger setzen auf Emerging Markets

Die Mehrheit der österreichischen Fondsbesitzer glaubt an eine positive Entwicklung der Emerging Markets. Sieben von zehn Befragten (71 %) setzen bei der Frage nach der künftig besten Wertentwicklung unterschiedlicher Regionen auf Schwellenländer - gefolgt von Europa (23 %) und Industrienationen weltweit(1) (12 %). Doch zeigt sich in der Realität ein anderes Bild: Während die meisten im Hinblick auf die Wertentwicklung auf Schwellenländer setzen, sind dort bislang nur 21 Prozent investiert. Zum Vergleich: in europäischen Regionen sind es 69 Prozent und weltweit 20 Prozent. "Obwohl Schwellenländer - wie Brasilien, Indien und China - immer mehr in den Blickpunkt der Anleger geraten, liegen die Investitionen weiterhin hauptsächlich in Europa. Dies ist auf die sicherheitsorientierte und konservative Haltung der Österreicher zurückzuführen", so Kleinemas.

Rohstoffe und Immobilien stehen hoch im Kurs

Auch ein weiteres Ergebnis verdeutlicht die Diskrepanz zwischen tatsächlicher Investition und persönlicher Einschätzung. 17 Prozent der Österreicher besitzen Anteile an Investmentfonds: Ein Drittel der Fondsbesitzer (33 %) ist in Aktien investiert - gefolgt von Anleihen (30 %) und Immobilien (25 %). Mit Blick auf die Frage, welche Anlageklassen sich in den nächsten drei bis fünf Jahren am besten entwickeln werden, setzen 66 Prozent der Fondsbesitzer auf Rohstoffe. Investiert darin ist jedoch nur knapp jeder Fünfte (19 %). Bei Immobilien zeigt sich ein ähnliches Bild: Obwohl nur 25 Prozent der Österreicher direkt oder indirekt in Immobilien investiert sind, trauen 41 Prozent der Fondsbesitzer dieser Anlageklasse die beste Wertentwicklung zu. "Das Vertrauen in Substanzwerte wie Immobilien ist ein typisches Bild für den traditionsbewussten österreichischen Anleger", so Kleinemas weiter.

Fonds gelten für Österreicher weiterhin als kompliziert

Investmentfonds werden von einem Großteil der Bevölkerung als kompliziert empfunden. 66 Prozent der Österreicher sind der Umfrage zufolge der Meinung, man brauche vertiefte wirtschaftliche Kenntnisse, um in Fonds zu investieren. Dieser Trend entwickelte sich über Jahre hinweg und erreichte in den letzten Jahren seinen Höhepunkt. Einzig für Fondsbesitzer bedürfen Fonds deutlich weniger tiefe Kenntnisse. "Nur" 50 Prozent finden Fonds kompliziert - das sind 12 Prozentpunkte weniger als im Vorjahr. "Die Spätfolgen der Krise sind weiterhin in den Köpfen verankert und zeigen sich in sinkendem Selbstvertrauen und der daraus resultierenden Risikoaversion", so Kleinemas.

Pessimistische Einschätzung der Wertentwicklung von Fonds

Auf die Frage, wie die Österreicher die Wertentwicklung europäischer Aktienfonds bei einer Anlage von 10.000 Euro über einen Zeitraum der letzten 20 Jahre einschätzen, gaben die Befragten einen Durchschnittswert von rund 20.000 Euro an. Der tatsächliche Wert liegt bei knapp über 25.500 Euro. Dieses Ergebnis ist in Österreich gruppenübergreifend: Selbst Profis und Fondsbesitzer schätzen die Wertentwicklung zu pessimistisch ein.

Einstellung und Wissen gleichen sich länderübergreifend an

Der Ländervergleich mit Deutschland und der Schweiz weist Ähnlichkeiten auf. Alle drei Länder sehen in Rohstoffen die Anlage der Zukunft. Die Deutschen liegen hier mit 78 Prozent an der Spitze, gefolgt von den Schweizern mit 69 Prozent und den Österreichern mit 66 Prozent. Sowohl die Österreicher als auch die Deutschen und die Schweizer betrachten Emerging Markets übereinstimmend als Märkte der Zukunft: Acht von zehn Schweizern trauen den Schwellenländern die beste Wertentwicklung zu. Bei den Österreichern sind es 71 Prozent, bei den Deutschen 69 Prozent. Auch die Fondsbesitzquote liegt in Österreich (17 %), Deutschland (17 %) und der Schweiz (16 %) auf annähernd gleichem Niveau. Analog der Fondsbesitzquote ist auch das Niveau in punkto Finanzwissen nahezu identisch: Österreich verbessert sein Wissen um drei Indexpunkte und liegt mit 47 Punkten an der Spitze. Deutschland (46 Punkte) und die Schweiz (43 Punkte) bleiben hingegen auf Vorjahresniveau. Bei der Selbsteinschätzung zum Finanzwissen sind die Deutschen im Ländervergleich am realistischsten in ihrem Urteil. Die Österreicher und Schweizer haben hingegen ein ausgeprägtes Selbstbewusstsein in puncto Finanzen. Dies entspricht jedoch bei den Schweizern nicht der Realität. Über die Hälfte der Schweizer (51 %) geben an sich in puncto Finanzen gut auszukennen, während es - laut Wissensindex - nur knapp jeder Dritte ist (30 %).

Hinweis an die Redaktion

Anmerkungen zur Studie "Die Deutschen und ihr Wissen über Fonds"

Im Auftrag von AXA Investment Managers führte TNS Infratest Finanzforschung eine repräsentative Umfrage durch. Die Mehrländerstudie untersucht den Wissensstand der Bevölkerung in Deutschland, Österreich und der Schweiz zum Thema Investmentfonds. Die Befragung fand im Dezember 2010 statt. TNS Infratest führte in jedem Land insgesamt 1.000 Interviews in der Bevölkerung ab 18 Jahren in Haushalten mit Festnetz-Telefonanschluss. Dabei nutzte TNS Infratest die Methode computergestützter Telefoninterviews (CATI). Die Ergebnisse wurden anschließend bevölkerungsrepräsentativ gewichtet.

TNS Infratest ist das deutsche Mitglied der TNS-Gruppe (Taylor Nelson Sofres, London) und gehört damit zu einem der führenden Marktforschungs- und Beratungsunternehmen der Welt. TNS, das mit Research International im Februar 2009 fusionierte, ist seit Oktober 2008 Teil der Kantar-Group, dem weltweit größten Netzwerk in den Bereichen Research, Insight und Consultancy. Für Auftraggeber aus Automobil und Verkehr, Pharmamarkt, IT-/(Tele-) Kommunikation und Neue Medien, Finanzforschung, Konsumgüter, sowie der Medien-, Politik- und Sozialforschung liefert TNS Infratest "fact based consulting" und damit den innovativen Management Support für Wissensvorsprung und Entscheidungssicherheit.

AXA IM Wissensindex

Der "AXA IM Wissensindex" errechnet sich aus fünf Indexfragen und zeigt das allgemeine Wissensniveau der Bevölkerung auf. Der Index ermöglicht einen direkten Vergleich mit den Vorjahren, mit anderen europäischen Ländern sowie den Vergleich zwischen verschiedenen Bevölkerungsgruppen. Der AXA IM Wissensindex bildet zudem vier Teilgruppen ab, die nach Wissensniveau und Indexpunkten gegliedert sind: Der Profi, der Fortgeschrittene, der Anfänger und der Unwissende.

AXA Investment Managers

AXA Investment Managers Paris SA (AXA IM) ist ein Multi-Experte in der Vermögensverwaltung und gehört zur AXA-Gruppe, einer der größten internationalen Versicherungsgruppen und bedeutendsten Vermögensmanager der Welt. AXA IM ist mit rund 516 Mrd. Euro (Stand:
Dezember 2010) verwaltetem Vermögen einer der größten in Europa ansässigen Asset Manager. Mit 2.500 Mitarbeitern ist AXA IM weltweit in 23 Ländern tätig.

Multi-Experte

Als Multi-Experte im Asset Management ist AXA IM in der Lage, Investmentlösungen in allen Assetklassen optimal gemäß der Kundenbedürfnisse zu kombinieren und damit einen signifikanten Mehrwert zu erzielen. Das Ziel von AXA IM ist es, in jedem Bereich Marktstandards zu setzen und eine führende Position einzunehmen. Das Unternehmen ist davon überzeugt, dass Spezialisierung, Unabhängigkeit und Verantwortlichkeit der Fondsmanager für eine nachhaltige Performance unerlässlich sind. Deshalb entwickelt das Unternehmen überall dort Expertenteams, wo es über klare Wettbewerbsvorteile verfügt.

Weitere Informationen zu AXA Investment Managers unter www.axa-im.at

Allgemeine Hinweise:

Die hier von AXA Investment Managers Deutschland GmbH bereitgestellten Informationen stellen kein Angebot zum Kauf, Verkauf oder zur Zeichnung von Fondsanteilen bzw. Finanzinstrumenten oder ein Angebot für Finanzdienstleistungen dar. Ein Kauf von Fondsanteilen erfolgt ausschließlich auf Basis der jeweils gültigen Verkaufsprospekte und den darin enthaltenen Informationen. Die Verkaufsprospekte und Jahres- und Halbjahresberichte erhalten Sie kostenlos für Deutschland bei AXA Investment Managers Deutschland GmbH, Bleichstraße 2-4, 60313 Frankfurt/Main oder unseren Vertriebspartnern sowie unter www.axa-im.de bzw. für Österreich bei der jeweiligen Zahl- und Informationsstelle sowie unter www.axa-im.at . Verwendung: Dieses Dokument dient ausschließlich der Presseinformation. Wir weisen dringend darauf hin, dass diese Pressemitteilung nicht den Anforderungen der Richtlinie 2004/39/EG (MiFID) und der zu dieser ergangenen Richtlinien und Verordnungen sowie des Wertpapierhandelsgesetzes (WpHG) und der Wertpapierdienstleistungs- Verhaltens- und Organisationsverordnung (WpDVerOV) entspricht. Das Dokument ist damit für jegliche Form des Vertriebs, der Beratung oder der Finanzdienstleistung, insbesondere durch Wertpapierdienstleistungsunternehmen, nicht geeignet. Haftungsausschluss: Die in diesem Dokument enthaltenen Informationen, Daten und Zahlen beruhen auf unserem Sach- und Kenntnisstand zum Zeitpunkt der Erstellung. Eine Haftung oder Garantie für die Aktualität, Richtigkeit und Vollständigkeit der zur Verfügung gestellten Informationen wird nicht übernommen.

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