VCÖ begrüßt Einführung von CO2-Steuer auf Treibstoffe in der EU

VCÖ: Anhebung der Mindeststeuer für Diesel ist sehr vernünftig

Wien (OTS) - Die heute Mittag von EU-Kommissar Algirdas Semeta präsentierte Richtlinie zur Energiebesteuerung wird vom VCÖ als Schritt in Richtung Ökologisierung des Steuersystems begrüßt. In Zukunft soll die Treibstoffbesteuerung nach Energieinhalt und CO2-Ausstoß erfolgen.

Ein Liter Diesel hat mehr Energieinhalt als Benzin und verursacht mehr CO2. Dennoch beträgt derzeit in der EU der Mindeststeuersatz auf Benzin 36,3 Cent pro Liter, jener auf Diesel aber nur 30,2 Cent. "Der Mindeststeuersatz auf Diesel wird nun schrittweise angehoben. Zudem wird als Teil der Mineralölsteuer eine CO2-Steuer in Höhe von rund 5 Cent pro Liter für Diesel und rund 4 Cent für Benzin ausgewiesen, was sehr zu begrüßen ist", so VCÖ-Expertin Ulla Rasmussen.

In Österreich ist die Mineralölsteuer auf Diesel um 8,5 Cent pro Liter niedriger als auf Benzin. "Gegenüber den zwei Millionen Autofahrern, die mit Benzin fahren, ist dieser Unterschied ungerecht. Dank der EU-Richtlinie ist ein Ende für das Steuerprivileg auf Diesel absehbar. Spätestens in zwölf Jahren, im Jahr 2023, ist Diesel höher zu besteuern als Benzin", betont VCÖ-Expertin Rasmussen.

Um den hohen Energieverbrauch des Verkehrs zu verringern fordert der VCÖ eine Bahnoffensive nach Schweizer Vorbild und eine deutliche Verringerung des realen Spritverbrauchs der Neuwagen. Das 3-Liter Auto muss rasch der Standard werden, so der VCÖ.

Rückfragen & Kontakt:

VCÖ-Kommunikation, Christian Gratzer , Tel.: (01) 8932697, Mobil: (0699)18932695

OTS-ORIGINALTEXT PRESSEAUSSENDUNG UNTER AUSSCHLIESSLICHER INHALTLICHER VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS | VCO0001