Berlakovich: Bäuerliche UnternehmerInnen-Kompetenz durch Beratung stärken

Ergebnisse und Umsetzungen des Moduls "Businessplan" von "Unternehmen Landwirtschaft 2020"

Wien (OTS) - Landwirtschaftsminister Niki Berlakovich präsentiert heute gemeinsam mit LK-Oberösterreich-Direktor Friedrich Pernkopf konkrete Lösungskonzepte im Beratungsbereich für die Zukunft der heimischen Agrar- und Forstbetriebe. Pernkopf ist der Leiter des Moduls "Businessplan" von "Unternehmen Landwirtschaft 2020", dem achtteiligen Masterplan von Minister Berlakovich für diesen Sektor.

Bis 2020 sollen zumindest 50% der Betriebsleiterinnen davon profitieren

"Damit die heimische Land- und Forstwirtschaft auch in Zukunft alle Chancen optimal nutzen kann, gilt es, das Wissen und die Kompetenz der Betriebführerinnen und -führer zu stärken. Bildung und Beratung sind dabei zentrale Schlüsselfaktoren, weshalb ich eines der acht Modu-le meines Masterplans diesem Thema gewidmet habe. Heute können wir Ergebnisse und Umsetzungen präsentieren. Wir, das Lebensministerium und die Landwirtschaftskammern, können nun neun konkrete Teilprojekte anbieten, die unseren Bäuerinnen und Bauern als Zukunftsbasis dienen sollen. Unser Ziel ist es, mit diesem Beratungsangebot bis zum Jahr 2020 zumindest 50% der BetriebsleiterInnen zu unterstützen", betont Berlakovich.

Mehr unternehmerisches Denken und Handeln am Bauernhof

"Angesichts von Herausforderungen wie der Globalisierung der Märkte, Preisvolatilitäten und steigenden Kosten sind unsere Bäuerinnen und Bauern gefordert, ihre Betriebe und Einkommen weiterzuentwickeln", so Berlakovich. "Einfach nur so weiterzumachen wie bisher und das, so lange es geht, ist keine vernünftige Option. Wir brauchen auch im Sinne kommender Generationen noch mehr unternehmerisches Denken und Handeln am Bauernhof. In Gesprächen mit Bäuerinnen und Bauern stelle ich fest, dass die Bereitschaft dafür sehr wohl vorhanden ist", unterstreicht der Minister.

Situation analysieren, Ziele stecken und Umsetzungspläne erarbeiten

"Es gilt, die betriebliche und persönliche Situation zu analysieren, sich Ziele zu setzen und dafür konkrete Umsetzungspläne zu erarbeiten. Meine ExpertInnen und ich haben mit dem Modul 'Businessplan' genau dort angesetzt, um den Bäuerinnen und Bauern das dafür notwendige Rüstzeug zu vermitteln", so Berlakovich. Das Angebot, das über die Landwirtschaftskammern läuft, richtet sich dabei an spezialisierte Betriebe im Haupterwerb ebenso wie an Nebenerwerbsbetriebe. Ziel ist beispielsweise herauszufinden, wie vorhandene Möglichkeiten realistisch eingeschätzt werden können, welche Investitionen sich lohnen und wie zusätzliche Wertschöpfung erzielt werden kann.

Neun Teilprojekte in drei Schwerpunkten

Im Modul "Businessplan" wurden in neun Teilprojekten - teilweise aufbauend auf bestehenden Angeboten - aktuelle Bildungs- und Beratungsprodukte entwickelt. "Das Modul Businessplan sieht drei Schwerpunkte vor, durch die bestehende Angebote für Bildung und Beratung verbessert, neue entwickelt und Maßnahmen zur Steigerung der Unternehmenskompetenz in der Landwirtschaft gesetzt werden", berichtet Pernkopf.

Schwerpunkt 1: Der persönliche Bildungs- und Beratungsplan

Der persönliche Bildungs- und Beratungsplan optimiert den Zugang zum Bildungs- und Beratungssystem und bietet jedem und jeder einen maßgeschneiderten Plan für die eigene unternehmerische Weiterbildung. Als Teilprojekte sind hier der "Self Check" und die "Bildungs- und Orientierungsberatung" zu nennen.

Schwerpunkt 2: Die professionelle Geschäftsplanung

"Die professionelle Geschäftsplanung wird die Anzahl der Betriebe, die wirtschaftliche Planungsinstrumente einsetzen, entscheidend erhöhen. Hier werden angepasste Werkzeuge für unterschiedliche Zielgruppen zur Verfügung gestellt", so Pernkopf. Die sechs Teilprojekte in diesem Schwerpunkt sind: Das Einstiegsangebot "Unsere Erfolgsstrategie", die Betriebsplanung, das Betriebskonzept, der Betriebsplan in der Diversifizierung, der Waldwirtschaftsplan sowie die Forcierung der MeisterInnenausbildung.

Schwerpunkt 3: Die Arbeitskreisberatung

Die weitere Verstärkung der Arbeitskreisberatung ist das neunte Teilprojekt. Dieses zielt darauf ab, ein bestehendes Spitzenprodukt der landwirtschaftlichen Beratung weiter zu verbessern und für neue Zielgruppen zugängig zu machen.

Ausbildungsniveau von HofübernehmerInnen erhöhen

"Eine fundierte Grund- und eine ständige Weiterbildung sind die Basis für Zukunftschancen und Entwicklungsperspektiven. Unser Ziel ist ein höheres Ausbildungsniveau von HofübernehmerInnen von Haupterwerbsbetrieben", so Berlakovich. Diese sollen vermehrt die MeisterInnenausbildung bzw. ein höheres Ausbildungsniveau haben, etwa Matura oder einen Abschluss an einer Fachhochschule oder Universität. "Ein höheres Ausbildungsniveau und mehr UnternehmerInnen-Kompetenz sollen ein neues bäuerliches Selbstverständnis begründen. Es soll mehr Wertschöpfung erzielt und mehr Lebensqualität für die Bäuerinnen und Bauern geschaffen werden. Letztendlich profitieren aber auch alle Konsumentinnen und Konsumenten von den hervorragenden Leistungen unserer Landwirtschaft. Ich fordere daher alle Bäuerinnen und Bauern auf, dieses Angebot zu nutzen, um sich und ihr persönliches 'Unternehmen Land-wirtschaft' zukunftsfit zu machen", so Berlakovich.

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