Brunner zu Mitterlehners Studie: Höhere Reduktionsziele positiv für Wirtschaft & Arbeitsmarkt

Mitterlehner stellt sich auf die Seite der old economy und gegen zukunftsfähiges Wirtschaften

Wien (OTS) - Minister Mitterlehner trägt mit der gestern präsentierten WIFO-Studie die alten Argumente der Modernisierungsnachzügler in der Industrie vor. Die Studie ist im Auftrag von Regierung und Industrie entstanden. "Es heißt schon längst nicht mehr 'Wirtschaft gegen Klimaschutz', das zeigen auch zahlreiche andere Studien. Tatsächlich ist es so, dass immer mehr Unternehmen von der Politik fordern, endlich ernst zu machen beim Klimaschutz", so Christiane Brunner, Umweltsprecherin der Grünen. Brunner bezieht sich u.a. auf eine Studie des deutschen Potsdam Instituts für Klimafolgenforschung, das genau das Gegenteil der WIFO-Studie beweist. Diese besagt nämlich, dass sich eine ambitionierte und langfristige Klimapolitik positiv auf Wirtschaft und Arbeitsmarkt auswirkt.

Eine Erhöhung der Klimaschutzziele der EU auf minus 30 Prozent bis zum Jahr 2020 (im Vergleich zu 1990) ist nicht nur aus klimapolitischer Sicht, sondern auch aus wirtschaftlichem Eigennutz das Gebot der Stunde. Die Europäische Union hat heute - also fast zehn Jahre früher als geplant - ihr Reduktionsziel für 2020 nahezu erreicht. Brunner: "Wird dieses Ziel nun nicht nachgebessert, drohen die gerade entstehenden innovativen Märkte und Branchen in der EU in wenigen Jahren wieder zu krepieren - einschließlich der grünen Arbeitsplätze, die jetzt schon hunderttausenden Europäern ein sicheres und zukunftsfähiges Einkommen ermöglichen."

Brunner: "Nicht nur Österreichs äußerst erfolgreiche Umwelttechnologie wird vom Wirtschaftsminister torpediert. Auch für die internationale Klimapolitik bedeutet das Signal aus Österreich nichts Gutes. Wenn sich die EU nicht bewegt und ihr Klimaziel nicht erhöht, wird es kein Klimaschutzabkommen geben. So einfach ist das."

Schließlich wird die EU Ihrer Verantwortung und ihrem erklärten Willen, die Erderwärmung auf 2 Grad Celsius zu begrenzen, nicht gerecht. "Um dieses Ziel zu erreichen wäre nämlich wissenschaftlich eine Reduktion der Emissionen um bis zu 40 Prozent notwendig", erklärt Brunner.

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