ÖAMTC: Beim Umstieg auf Winterreifen - Witterung statt Stichtag beachten

Club warnt vor frühzeitigem Umstecken, Wetterkapriolen können böse Folgen haben

Wien (OTS) - Am 15. April endet die situative, und damit witterungsabhängige Winterausrüstungspflicht. Diese besagt, dass Autofahrer bei winterlichen Verhältnissen mit Winterreifen an allen vier Rädern unterwegs sein müssen. Erlaubt sind bei durchgängiger Schneefahrbahn auch Sommerreifen mit Schneeketten an zwei Antriebsrädern. "Davon ist aber aus Sicherheitsgründen abzuraten", sagt ÖAMTC-Reifenexperte Friedrich Eppel. Vermutlich haben sich bereits viele durch die warmen Temperaturen zum Umstecken auf Sommerreifen hinreißen lassen. Doch der April macht ja bekanntlich was er will - das sollten sich Autolenker zu Herzen nehmen und noch immer mit winterlichen Verhältnissen rechnen. Denn die vorherrschenden Witterungsbedingungen mit Schnee bis in tiefe Lagen und Schneematsch in höher gelegenen bzw. sogar verhängter Schneekettenpflicht verlangt selbstverständlich eine adäquate Bereifung am Fahrzeug. "Hier sollte man nicht leichtsinnig sein", rät der ÖAMTC-Experte. Auch die derzeitigen Wetteraussichten sprechen mancherorts gegen ein vorzeitiges Umstecken der Pneus.

Ein zu früher Reifenwechsel birgt einerseits erhöhte Unfallgefahr und kann andererseits auch eine Strafe nach sich ziehen. ÖAMTC-Experte Eppel weiß: "Wird man mit falscher Bereifung erwischt, kann das teuer werden." Wer bei winterlichen Fahrbahnbedingungen ohne Winterausrüstung fährt, riskiert eine Strafe von 35 Euro. Werden andere Verkehrsteilnehmer gefährdet, drohen theoretisch sogar bis zu 5000 Euro Strafe. Die Einschätzung der Fahrbahnverhältnisse liegt beim Kraftfahrer selbst. "Im Osten Österreichs ist es durchaus schon sinnvoll auf die Sommerbereifung umzusteigen. Grundsätzlich rate ich aber allen Autofahrern, besonders vor längeren Fahrten, wie zum Beispiel in den Osterurlaub, regelmäßig die Wetterberichte zu verfolgen. So kann man die zu erwartenden Witterungsverhältnisse besser abschätzen", sagt der ÖAMTC-Experte abschließend.

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