Osterhase bringt Stress für viele berufstätige Eltern: Nächste Woche sind 92 Prozent der Kindergärten geschlossen!

Linz (OTS) - Satte 92 Prozent der oberösterreichischen Kindergärten sind in den Osterferien geschlossen. Bundesweit schließen 79 Prozent der Kindergärten, in Wien nur 23 Prozent. Die Arbeiterkammer fordert, dass sich die Öffnungszeiten mehr an den Bedürfnissen der Eltern orientieren. "Längere Öffnungszeiten bringen zudem mehr Zeit für Frühförderung und bessere Chancen für unsere Kinder", sagt AK-Präsident Dr. Johann Kalliauer.

Speziell in Ferienzeiten wird die Vereinbarkeit von Beruf und Familie für viele Eltern zu einer echten Herausforderung. Denn in Oberösterreich sind Kindergärten, Krippen und Horte (mit Ausnahme der Semesterferien) in einem wesentlich höheren Ausmaß geschlossen als im Bundesschnitt. Nicht nur fast alle Kindergärten, auch 71 Prozent der oberösterreichischen Kinderkrippen sind in den Osterferien geschlossen. Zum Vergleich: In ganz Österreich sind 33 Prozent der Kinderkrippen geschlossen und in Wien nur 14 Prozent. Viele Eltern müssen deshalb Urlaub nehmen.

Aber auch die täglichen Öffnungszeiten der Betreuungseinrichtungen lassen in Oberösterreich zu wünschen übrig. Ein Drittel der Krippen und 40 Prozent der Kindergärten schließen vor 15 Uhr. Der Anteil der Einrichtungen mit Öffnungszeiten von mehr als zehn Stunden liegt unter dem Bundesschnitt.

Vom sogenannten Barcelona-Ziel ist Oberösterreich bei den Kindern unter drei Jahren noch meilenweit entfernt. Im Jahr 2002 haben die EU-Regierungschefs unter anderem vereinbart, für mindestens ein Drittel der Kinder unter drei Jahren Betreuungsmöglichkeiten zu schaffen. In Oberösterreich gibt es eine solche Betreuungsmöglichkeit für nur 9,4 Prozent der Kinder, lediglich die Steiermark hat eine noch schlechtere Quote.

Bei den Drei- bis Fünfjährigen ist die Betreuungsquote in Oberösterreich mit 90,6 Prozent zwar hoch. Allerdings sind nur 6,6 Prozent der Kindergartenplätze mit einer Vollzeitbeschäftigung vereinbar. Im benachbarten Salzburg sind es immerhin 24,3 Prozent, in Wien sogar 85,3 Prozent.

Die Arbeiterkammer fordert eine Umsetzung des Barcelona-Ziels bei den Unter-Dreijährigen bis spätestens zum Jahr 2015. Eigentlich hätte das Ziel bereits 2010 erreicht sein sollen. Der Anteil der Kindergartenplätze, die mit einer Vollzeitbeschäftigung vereinbar sind (mindestens 45 Stunden wöchentliche Öffnungszeit, an vier Tagen pro Woche mindestens 9,5 Stunden geöffnet, Angebot Mittagessen, maximal fünf Wochen im Jahr geschlossen) soll bis zu diesem Zeitpunkt auf 45 Prozent steigen.

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