Grünewald zum Studium Internationale Entwicklung: Tausende Studierende stehen vor dem Nichts

Ungewisses Masterstudium massiver Vertrauensbruch gegenüber Studierenden

Wien (OTS) - "Am Beispiel des Studiums Internationalen Entwicklung wird deutlich, welche Auswirkungen die chronische Unterfinanzierung der Universitäten hat", erklärt der Wissenschaftssprecher der Grünen, Kurt Grünewald und schließt sich der breiten Kritik aus der Zivilgesellschaft an. "Ein im deutschsprachigen Raum einzigartiges Studium sollte gefördert werden, um die internationale Reputation und das Profil des Forschungsstandorts Österreich zu stärken -stattdessen wird die Internationale Entwicklung ausgehungert", so Grünewald und weiter: "Durch dieses Vorgehen steht die Zukunft tausender Studierender auf dem Spiel. Die bildungs- und finanzpolitische Misere darf nicht weiter auf dem Rücken der Studierenden ausgetragen werden."

Grünewald zeigt sich entsetzt, dass bereits im Jahr 2012 tausend AbsoventInnen des Baccalaureates kein gesichertes Masterstudium garantiert werden kann. "Die über 2000 BachelorstudentInnen, die im Glauben inskribiert haben, dass sie in der Folge einen Master absolvieren können, blicken nun in eine ungewisse Zukunft. Ein Baccaureat allein erscheint mir nicht marktfähig", erklärt Grünewald und meint: "Damit ist Chaos vorprogrammiert, viele Studierende werden auf andere Fächer ausweichen müssen, die den Andrang nicht aufnehmen können."

Der von der Uni Wien heute veranstaltete "Bachelor Day" unter dem Motto "Bachelor - Was nun?" verkommt in Anbetracht der Ankündigung des Rektorats, dass der Master 'Internationale Entwicklung' erst 2013 oder gar noch später kommen wird - und dazu noch fraglich ist, in welcher Form - zur Farce. Hier wird mit der Zukunft tausender Studierender Roulette gespielt, die sich dringend eine Antwort auf die Frage: 'Bachelor - was nun?' erhoffen", kritisiert der Wissenschaftssprecher der Grünen.

"Rektor Winckler und der designierte Rektor Engl müssen, wie auch der Senat, dafür Sorge tragen, dass die Etablierung eines unbeschränkten IE-Masters noch im Jahr 2011 durchgeführt wird", fordert Grünewald. "Gerade ein so zukunftsträchtiges und einzigartiges Studium wie die Internationale Entwicklung muss gefördert werden. Alles andere wäre bildungspolitischer Wahnsinn und eine Katastrophe für die (entwicklungspolitische) Forschungslandschaft Österreichs. Ich fordere die budgetverantwortliche Bundesministerin auf, die bereits jetzt akut an der Uni Wien fehlenden 150 Mio. Euro zu investieren und damit diese Misere einer Lösung zuzuführen", schließt Grünewald.

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