Kadenbach/Leichtfried: Nein zu Atommülllager an niederösterreichischer Grenze

SPNÖ-Initiative für verstärkte Forcierung erneuerbarer Energiequellen

St. Pölten (OTS/SPI) - Die SPÖ-Europaabgeordnete Karin Kadenbach, Mitglied im Ausschuss für Umweltfragen, Volksgesundheit und Nahrungsmittelsicherheit, unterstützt voll und ganz das Anliegen der niederösterreichischen Bevölkerung, eine Endlagerung von Atommüll direkt an der Grenze zu verhindern. "Gerade das Waldviertel ist davon besonders betroffen. Ich hoffe auf zahlreiche Unterstützungsunterschriften für die SPÖ-NÖ-Initiative gegen das Endlager. Und ich werde in Brüssel den Kontakt mit tschechischen Europaabgeordneten suchen, damit diese Pläne nicht Realität werden", so Kadenbach.

Gerade angesichts der Atomkatastrophe von Japan, die unter anderem gezeigt hat, wie auch bereits gelagerte Nuklearbestandteile wieder zu einer akuten Gefahr werden können, können wir hier nicht zur Tagesordnung übergehen. Kadenbach: "Tschechien muss akzeptieren, dass es hier massive Bedenken der Bürgerinnen und Bürger gegen die Endlagerung von Atommüll praktisch vor der Haustür gibt. Tschechien und Europa müssen jetzt die Gunst der Stunde nutzen und die erneuerbare Energie soweit ausbauen, damit Atomenergie keinen Platz mehr hat." Gleiches gilt für Kadenbach auch für alle anderen Nachbarländer - sie spricht konkret auch Ungarn an, das weiter auf Atomenergie setzen möchte. "Das Argument der Arbeitsplätze, mit dem die ungarische Regierung etwa ein Festhalten an der Atomenergie belegen möchte, überzeugt mich nicht. Green Jobs sind hier die richtige Antwort, Atomkraftwerke die falsche", so Kadenbach.

Auch auf Landesebene setzt die SPÖ aktuell zahlreiche Schwerpunkte gegen die Gewinnung von Energie durch Atomkraft. Neben der laufenden Unterschriftenaktion gegen das geplante Atommüllendlager werden die NÖ Sozialdemokraten auch bei der morgen stattfindenden Sitzung des NÖ Landtages die besorgniserregenden Entwicklungen im tschechischen Grenzbereich zum Thema machen und außerdem einen Vorstoß für eine verstärkte Forcierung erneuerbarer Energiequellen unternehmen. "Die enormen Risiken der Energiegewinnung durch Atomkraftwerke sind für Mensch und Umwelt in keiner Weise zu verantworten. Deshalb soll der NÖ Landtag ein unmissverständliches Ausrufezeichen gegen den Irrweg der Nuklearenergie setzen", kündigt SPNÖ-Klubobmann LAbg. Mag. Günther Leichtfried dazu Gespräche mit allen Parteien an.

"Gerade das Land Niederösterreich sollte mit gutem Beispiel vorangehen und einerseits eine Vorreiterrolle bei der Abnahme von Ökostrom für alle landeseigenen Gebäude einnehmen bzw. andererseits das Fördersystem für erneuerbare Energien entsprechend dem tatsächlichen Bedarf ausbauen. Viele Menschen sind gerade in dramatischen Zeiten wie diesen bereit, auf alternative Energieformen umzusteigen. Oft jedoch scheitert die Durchführung an der Angst vor den hohen Kosten bzw. am Fehlen der finanziellen Anreize. Daher muss eine entsprechende Förderkulisse durch das Land Niederösterreich geschaffen werden, die einen Umstieg auf alternative Energieformen auch aus finanziellem Blickpunkt attraktiv macht", so Leichtfried.

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