Frauenministerin Heinisch-Hosek: Neues Endometriosezentrum legt Fokus auf Therapie und Forschung

Bessere Information für betroffene Frauen und niedergelassene Ärzte

Wien (OTS) - "Österreich ist mit der Einrichtung eines Lehrstuhls für Gendermedizin europaweit beispielgebend", sagte Frauenministerin Gabriele Heinisch-Hosek heute bei der Eröffnung des neuen Endometriosezentrums der Medizinuni Wien. "In diesem Sinne ist es auch wichtig, dass es neben den beiden bestehenden Zentren in Linz und in Villach nun auch eines in Wien gibt." Der Standort beim AKH garantiere, dass Frauen nicht nur rasch und professionell Hilfe bekommen, sondern dass auch die Forschung vorangetrieben werde. "Nicht nur betroffene Frauen waren bisher oft schlecht über diese Krankheit informiert, auch niedergelassene Ärztinnen und Ärzte wissen noch zu wenig darüber."

Endometriose sei die häufigste gutartige gynäkologische Erkrankung. Und obwohl zehn bis 15 Prozent der Frauen davon betroffen seien, jahrelang unter Schmerzen leiden und sich für sie der Kinderwunsch oft nicht erfüllen lasse, sei dieses Krankheitsbild, dessen Ursachen immer noch weitgehend unbekannt seien, nicht wirklich erforscht. Es vergingen oft zehn Jahre, bis die Krankheit als solche erkannt werde. "Gerade weil damit die Lebensqualität der Frauen erheblich beeinträchtigt wird, freue ich mich, dass Endometriose nunmehr in den Fokus der Forschung und der Therapie rückt", sagte Heinisch-Hosek.

"Frauen müssen sowohl im Beruf als auch in der Familie große Leistungen bringen, deshalb ist es wichtig, dass es ihnen am Arbeitsplatz und im privaten Umfeld gut geht", sagte die Frauenministerin. Frauen hätten andere Bedürfnisse als Männer, auch was die Gesundheit betreffe. Das sei früher in der Medizin viel zu wenig berücksichtigt worden.

So sei etwa die Sorge um die Gesundheit bei Frauen ausgeprägter als bei Männern, die sich für gesünder hielten. Frauen gingen im Durchschnitt öfter zum Arzt, ein Drittel dieser Besuche gelten der Vorsorge. Dieser und andere signifikante Unterschiede zwischen den Geschlechtern - etwa das Erleben und Bewältigen von Krankheiten -würden in dem erst kürzlich präsentierten 500 Seiten starken Frauengesundheitsbericht dargelegt. "Diese Unterschiede sind wichtige Indikatoren, die im Interesse eines medizinischen Erfolges in der Gesundheitsversorgung berücksichtigt werden müssen", sagte die Frauenministerin. In diesem Sinne sei die Eröffnung des Wiener Endometriosezentrums ein wichtiger und richtiger Schritt.

Die Frauenministerin gratulierte den beiden Professoren Dr. René Wenzl und Dr. Peter Husslein und wünschte ihnen für die Zukunft alles Gute. Sie haben dieses Zentrum, für das die Endometriose-Selbsthilfe der Motor gewesen ist, geschaffen.

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