Schönborn: Religionsfreiheit gilt auch im Gefängnis

Neue Broschüre über Prinzipien der Gefängnisseelsorge in Wiener Uno-City präsentiert

Wien, 12.04.11 (KAP) Die Menschenrechte - und damit auch das Recht auf Religionsfreiheit - müssen auch für jene zehn Millionen Menschen gelten, die weltweit in Gefängnissen einsitzen. Das hat Kardinal Christoph Schönborn unterstrichen. Das Recht auf Religionsfreiheit beinhalte, dass jeder Strafgefangene das Recht habe, sein Religion auszuüben und Beistand und Begleitung von einem Seelsorger zu erhalten, so Schönborn. Er äußerte sich am Dienstag im Vienna International Centre ("Uno-City") bei der Präsentation einer neuen Broschüre über Gefängnisseelsorge.

Dass Dokument "Basic Principles: Religion in prison" wurde von der Internationalen Kommission der Katholischen Gefängnisseelsorge (ICCPPC) in Zusammenarbeit weiteren Organisationen verfasst, die sich der Gefängnisseelsorge widmen. In einem zweiten Schritt wurde das Dokument nochmals gemeinsam mit orthodoxen, muslimischen, buddhistischen und hinduistischen Vertretern überarbeitet.

Neben der Forderung nach der Gewährung gemeinsamer Gottesdienste für Häftlinge unter Berücksichtigung der Sicherheitsaspekte fordert das Dokument die Behörden außerdem auf, religiöse Praktiken und Regeln der Häftlinge wie Gebetszeiten, Ernährung, Feiertage etc. zu berücksichtigen. Die Broschüre ist auf Englisch, Spanisch und Russisch erschienen. Angeregt wurde auch eine arabische Übersetzung.

Zehn Millionen Menschen sind weltweit in Haft, ein Viertel davon allein in den USA. In Österreich gibt es etwa 9.000 Häftlinge in 27 Haftanstalten. Knapp 35 haupt- und ehrenamtliche katholische Seelsorger sind derzeit aktiv. In der evangelischen Kirche sind es 22 Mitarbeiter.

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